„Hat es noch nie gegeben“: Corona hat Van Hool ordentlich ausgebremst

<p>„Hat es noch nie gegeben“: Corona hat Van Hool ordentlich ausgebremst</p>
Foto: belga

Die Lage bei dem renommierten Unternehmen ist sogar so schlecht, dass es in seiner Niederlassung in Mazedonien 300 Mitarbeiter entlassen musste. Hierzulande wurden indes 70 Zeitarbeitsverträge gestrichen. Darüber hinaus musste der Familienbetrieb, der seinen Hauptsitz in Lier (Provinz Antwerpen) hat, den Bau einer neuen Niederlassung in den USA auf Eis setzen.

„Eine solche Situation hat es noch nie gegeben“, erklärt Direktor Filip Van Hool der Wirtschaftszeitung „De Tijd“. Was die Zukunft angeht, rechne Filip Van Hool damit, dass der Betrieb auch im kommenden Jahr weitere finanzielle Verluste verkraften muss. Entlassungen seien dementsprechend nicht ausgeschlossen - auch nicht in Belgien.

Eine Situation, die den Gewerkschaften Sorge bereitet. „In der Abteilung Busbau sind knapp 1.000 von 1.750 Mitarbeitern vorübergehend arbeitslos, und es sieht nicht so aus, als ob sich das in diesem Jahr ändern wird. Der Betriebsrat hat zudem zuletzt erklärt, dass die Produktion im Herbst auf einen Bus pro Woche sinken könnte. Das wäre dramatisch“, sagt Christophe Van Audenhove von der liberalen Gewerkschaft (CGSLB). Auch bei der christlichen Gewerkschaft (CSC) macht sich aufgrund der Schieflage von Van Hool Trübsal breit. „Offiziell ist zwar noch nichts bekannt, aber wir sind dennoch in großer Sorge“, so CSC-Sprecher Hans Verreth. (belga/calü)

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