Arbeiten mit Berufung und Herz

Wenn ich als Ihr Seniorenheimseelsorger durch die Flure unseres Seniorenheims „Hof Bütgenbach“ gehe und seit nunmehr fast 20 Jahren fast täglich beobachten darf, wie respektvoll, Sie als Pflegepersonal die Menschen behandeln, dann kommt mir der Gedanke: „Die tun das nicht für Geld. Darin liegt Berufung und viel Herz!“ Die Arbeit, die Sie in unserem Bütgenbacher Seniorenheim leisten, kann nur gerne getan und von einem guten Geist getragen werden. Sie geben sich so viel Mühe, dass die Menschenwürde unserer älteren Mitmenschen geachtet wird, sei es in der Pflege, gutem Essen, in sauberen Zimmern und Fluren, sei es in der Begleitung und Betreuung dieser Menschen.

In der Zeit der Corona-Epidemie, wo die direkte Familie fehlte, haben Sie versucht, eine familiäre Atmosphäre in unserem Heim herzustellen. Gerade in dieser Zeit sind Sie als Pfleger(innen) wie auch als verantwortliche Leiter unseres Seniorenheims mit Menschen konfrontiert, die Angst hatten und sich einsam oder hilflos fühlten. Sie haben die Senioren beim Nachlassen der körperlichen und geistigen Kräfte begleitet, bei ausweglosen Diagnosen und schließlich auch in den Tod. So ist der Pflegedienst kein Beruf wie jeder andere.

So manches Mal habe ich in Gottesdiensten und im Pfarrbrief sowohl dem gesamten Pflegepersonal als auch der Heimleitung meine Hochachtung ausgesprochen für all das, was Sie den Menschen im Seniorenheim Gutes tun. In diesen Tagen möchte ich es nochmals unterstreichen.

Der Respekt vor Ihnen, die Anerkennung Ihres Einsatzes ist leider weit geringer als das, was unsere Gesellschaft an Beachtung etwa den Stars und -Sternchen z. B. in der Sportwelt entgegenbringt. Dabei bedeuten diese Stars doch nur wenig, gemessen an dem, was Sie, in dieser Zeit der Pandemie den schwächeren Mitmenschen an Nähe und Fürsorge bringen.

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