Gladbach hofft auf Happy End statt Deja-vu

<p>Christoph Kramer: „Mir hat kein Trainer der Welt beigebracht, wie man auf Unentschieden spielt“</p>
Christoph Kramer: „Mir hat kein Trainer der Welt beigebracht, wie man auf Unentschieden spielt“ | Foto: dpa

Einen Spieltag vor Schluss auf Platz vier, die Königsklasse in eigener Hand, aber Bayer Leverkusen im Millionenrennen im Nacken: Die Situation kommt den Profis von Borussia Mönchengladbach sicherlich bekannt vor. Anders als im Vorjahr soll die glänzende Ausgangslage allerdings nicht in einem erneuten Schreckensszenario münden. Die negativen Erinnerungen vom letzten Spieltag der Vorsaison hat Trainer Marco Rose bei seinen Spielern längst beiseite geschoben.

„Der Optimismus ist groß. Ich traue meiner Mannschaft alles zu. Aber da wird auch ein Gegner kommen, der sich wehren wird“, sagte der 43-Jährige vor der Partie gegen Hertha BSC am Samstag (15.30 Uhr): „Wir wissen um die Chancen und Risiken. Wir können selbst bestimmen, in welche Richtung das gehen wird“ – genau wie in der Vorsaison: Doch vor Jahresfrist wurden die Fohlen nach einer Heimniederlage gegen Borussia Dortmund (0:2) am letzten Spieltag noch von Bayer Leverkusen abgefangen und mussten sich mit Platz fünf zufrieden geben.

Etwas komfortabler scheint die Ausgangslage für den dritten Einzug in die Gruppenphase nach 2015 und 2016 in dieser Spielzeit dann aber schon. Während der fünfmalige deutsche Meister im Vorjahr gegen Titelkandidat Dortmund unbedingt einen Sieg für das millionenschwere Königsklassenticket gebraucht hätte, reicht gegen das Mittelfeldteam aus der Hauptstadt angesichts von zwei Punkten und neun Toren Vorsprung auf Bayer höchstwahrscheinlich bereits ein Remis.

Mit „voller Attacke“ zum Ziel

Doch auf Unentschieden spielen, kommt für die Borussia nicht in Frage. „Mir hat kein Trainer der Welt beigebracht, wie man auf Unentschieden spielt“ sagte Mittelfeldspieler Christoph Kramer in einem Instagramtalk des ZDF: „Wir wissen also gar nicht, wie das geht.“ Stattdessen soll mit voller Attacke das große Ziel erreicht werden, in Coronazeiten wäre dies besonders wichtig.

„Das würde uns nicht nur sportlich gut tun, weil wir dann im besten und international interessantesten Wettbewerb dabei wären, sondern auch weil wir als Verein finanziell andere Möglichkeiten hätten, um über die Krise hinwegzukommen“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Rund 20 Millionen Mehreinnahmen würde eine Champions-League- statt einer Europa-League-Teilnahme bringen.

Nicht nur deshalb wollen die Leverkusener bei einem Ausrutscher der Fohlenelf unter allen Umständen gegen Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) zur Stelle sein. „Es darf auf keinen Fall passieren, dass Gladbach verliert, und wir unser Spiel auch nicht gewinnen“, warnte Trainer Peter Bosz vor dem schlimmsten Szenerio, das seine Elf am Ende noch der Lächerlichkeit preisgeben würde. Mit nur sieben Punkten aus den letzten sechs Spielen hatte die Werkself nach dem Restart eine bessere Ausgangsposition leichtfertig verspielt. (sid)

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