Warnphase wegen Hitze- und Ozonbelastung ausgerufen

<p>Weniger mit dem Auto fahren: Im Alltag kann jeder einen kleinen Beitrag leisten, um die Ozonkonzentration zu verringern.</p>
Weniger mit dem Auto fahren: Im Alltag kann jeder einen kleinen Beitrag leisten, um die Ozonkonzentration zu verringern. | Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Es werden Temperaturen bis 31 Grad erwartet. Mit hohen Ozonwerten, die die Atemwege reizen können, ist ebenfalls zu rechnen. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere und kleine Kinder leiden unter Hitze und Ozonbelastung. Dabei genügen wenige Maßnahmen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, teilte das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft am Dienstag mit.

Was kann ich tun, um mich gegen Hitze- und Ozonbelastungen zu schützen? Speziell für Senioren, chronisch Kranke, Schwangere und Kleinkinder gelten folgende Empfehlungen: Sich innen aufhalten, denn dort ist man nicht direkt der Sonne ausgesetzt, und die Ozonkonzentration ist wesentlich niedriger. Sie sollten sich im Freien nicht körperlich betätigen, die Wohnräume tagsüber verdunkeln, den Körper durch feuchte Tücher oder Duschen abkühlen, leichte Mahlzeiten zu sich nehmen, zum Beispiel Obst und Gemüse und vor allem mehr Wasser als üblich trinken. Für den Notfall sollte die Telefonnummer des Rettungsdienstes (112) und des Hausarztes griffbereit sein. Bitte bedenken Sie, auch trotz der Hitzewelle, die Richtlinien der Corona-Epidemie weiterhin zu beachten. Senioren und chronisch Kranke sind jetzt besonders gefährdet. Hitze ist kein wirksames Mittel gegen das Coronavirus.

Jeder sollte besonders auf Menschen in seinem Umfeld achten, die an Durchfall, Nierenfunktionsstörungen, Lungen- oder Herzerkrankungen leiden. Bei diesen Personen ist der Wasserhaushalt im Körper oft nicht im Gleichgewicht. Menschen, die an Krankheiten des zentralen Nervensystems leiden, sind ebenfalls gefährdet: Sie nehmen die Hitze eventuell nicht als Risiko wahr. Medikamente einnehmen muss oder Angehörige hat, die Medikamente einnehmen müssen, sollte ebenfalls besonders aufmerksam sein. Denn manche Medikamente verschlimmern die Auswirkungen der Hitze. Das gilt beispielsweise für Entwässerungsmittel, Medikamente gegen Entzündungen, gegen niedrigen Blutdruck oder Arzneimittel, die die Körpertemperatur erhöhen. Wer solche Medikamente einnimmt, sollte mit seinem Arzt besprechen, ob die Dosis eventuell angepasst werden muss.

Was ich kann ich gegen hohe Ozonkonzentrationen unternehmen? Im Alltag kann jeder einen kleinen Beitrag leisten, um die Ozonkonzentration zu verringern. Hier sind ein paar Tipps: weniger mit dem Auto fahren; öffentliche Verkehrsmittel benutzen; kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen; Geschwindigkeitsbegrenzungen respektieren und eine „sportliche“ Fahrweise vermeiden, das heißt Beschleunigungen und eine hochtourige Fahrweise; keine lösungsmittelhaltigen Lacken verwenden, stattdessen Farben auf Wasserbasis; Tanken bei großer Hitze vermeiden; eine sparsame und effiziente Heizungsanlage verwenden; Gebrauch von Klimaanlagen vermeiden, stattdessen das Haus gut dämmen.


Infos gibt es auf www.ostbelgienlive.be. Stündlich aktualisierte Ozonwerte kann man unter www.irceline.be abrufen. Aktuelle Wettervorhersagen auf www.meteo.be.

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Kommentare

  • Ich war schon öfters in den Tropen.
    Ich schaue auch den Wetterbericht dort im TV.
    In diesen Ländern ist permanent Sommer, aber vor Ozon in der Luft hat noch niemand gewarnt, obwohl der nachweislich stets in den unteren Luftschichten vorhanden ist.
    Dieser Ozongrenzwert der EU von 180 mg/m3 (wurde heute im BRF genannt), hat für mich keinen Sinn - heiss ist eben heiss. Und bevor wir an einer Ozon-Vergiftung sterben, rackert man sich eben in der puren Hitze kaputt.

  • Herr Wahl, "wen die Götter zerstören wollen, den machen sie zuerst wahnsinnig" (antikes Sprichtwort). C'est bien parti... et cela s'appelle: le progrès!
    Außerdem hat die NASA jetzt bestätigt, daß es mit weniger CO2 in der Luft noch heißer wäre. Das hatten bereits vor einigen Monaten Forscher von der UW (Seattle) nach 12jährigen Forschungsarbeiten bekannt gegeben.
    Aber ich freue mich über den klaren Himmel!

  • Hauptsache wir haben "Warner" für alle Lebensbereiche. Man warnt im Sommer vor 30°, sparsam heizen oder Klimaanlage ausschalten, DÄMMEN!!!. Ansonsten sterben wir wie die Fliegen. Ich weiss garnicht, wie die Menschheit bis heute ohne Warner überleben konnte. Arbeitet diese "Umweltagentur" eigentlich unentgeltlich?

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