Wummernde Bässe, feiernde Mengen: In der Hauptstadt wurde am Wochenende richtig gefeiert, und das trotz Corona-Pandemie. Allen voran rund um die Étangs d'Ixelles, die nur einen Steinwurf vom bekannten Place Flagey entfernt liegen. Wie auf Aufnahmen in sozialen Netzwerken zu sehen ist, kam dort am späten Samstagabend das junge Volk zusammen, um dicht gedrängt eine spontane Sause zu veranstalten – auf Social Distancing und Hygieneregeln wurde dabei allerdings keine Rücksicht genommen.
Die Polizei hatte große Mühe, dem Massenauflauf Herr zu werden. „Wir haben die Leute, die sich dort gegen 1 Uhr morgens nach der Schließung der Kneipen, Cafés und Restaurants zusammengefunden hatten, mehrfach gebeten, den Platz zu räumen. Die Menschen wollten aber einfach bleiben“, erklärt Ilse Van de Keere, Sprecherin der Brüsseler Polizei, gegenüber dem Fernsehsender RTL-TVi.
Statt den Weg in die eigenen vier Wände anzutreten, zog der Tross aber weiter, um unter anderem im nahegelegenen Bois de la Cambre weiterzufeiern. Auch dort hätte die feierwütige Meute nicht die geltenden Abstandsregeln eingehalten, heißt es vonseiten der Polizei.
(Der Text wird unter dem Tweet forgesetzt)
Der Streifzug der Partymäuse durch die Brüsseler Gemeinde Ixelles habe laut Ilse Van de Keere bis spät in die Nacht gedauert. Zum Höhepunkt sollen laut diversen Medienberichten knapp 1.500 Menschen an einem Ort versammelt gewesen sein.
Aber nicht nur in Ixelles wurde die Sau gejagt, auch in Anderlecht wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag ordentlich gefeiert. Knapp 500 Jugendliche hatten dort ein freies Gelände an der rue Dante erobert, um bis 5 Uhr morgens bei lautem Technobeats die Puppen tanzen zu lassen.
Auffällig: In beiden Fällen wurden kein einziges Protokoll wegen des Verstoßes gegen die Corona-Maßnahmen erstellt. (calü)

Kommentare
Das schlimme daran ist das die Jugend vom heute die Elite von morgen ist. In 10 Jahre sind viele von denen in Führungspositionen oder Ärtze oder Polizisten oder Politiker......einfach nur traurig, und in den Dörfer dürfen keine Prozessionen statt finden, Beerdigungen nur im engsten Familienkreis ......was will man noch sagen
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