Die anwesenden Polizeibeamten standen vor dem Gerichtsgebäude Spalier und legten Handschellen und Armbinden auf den Boden. Sie ließen auch Polizeisirenen ertönen. Mit Applaus beendeten sie diesen stillen Moment des Protests.
Der Protestaufruf der Facebook-Gruppe Police Unifying Movement (PUM) wurde vor allem im französischsprachigen Teil des Landes mit bemerkenswerten Kundgebungen u. a. in Lüttich und Charleroi gut angenommen.
Polizeiinspektor Vincent Declercq, Vorsitzender der CGSP-Gewerkschaftssektion für den Bezirk Brüssel-Nord (Schaerbeek, Evere und Saint-Josse-ten-Noode), wies bei der Kundgebung in Brüssel darauf hin, dass die jüngsten Kontrollen, die von Europaabgeordneten gefilmt wurden, mit verstärkten Patrouillen im Zusammenhang mit schweren Gewalttaten zusammenhängen, von denen in dem Gebiet berichtet wurde.
„Im Internet, in den Print- und TV-Medien wird jeden Tag ein einfacher Polizeieinsatz in Frage gestellt“, so Declercq. Identitätskontrollen und Sicherheitsdurchsuchungen seien Routineverfahren, die seiner Ansicht nach „Grundregeln“ seien, die immer auf einfachen Kriterien beruhten: „Seit Jahren fordern wir Kameras, die der Polizeibeamte auf Brusthöhe trägt und die es uns ermöglichen, seinen Einsatz zu objektivieren. Das Ziel ist es, sich selbst und den Bürger zu schützen.“ Der Polizist hofft, dass die Proteste im Namen von George Floyd den Einsatz dieser Bodycams beschleunigen werden. (belga)

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