Bis dahin war mein Verhältnis zu meinem „Vaterland“ Belgien rein durch zufällig aufgeschnappte, meist emotional geprägte Gesprächsfetzen zwischen Erwachsenen aus meinem Umfeld geprägt gewesen. Nun öffneten die Journalisten mir endlich einen nüchternen Blick .
Ich gewann eine Perspektive für mein Leben in einem zukünftigen Belgien - fernab von jedem Minderwertigkeitsgefühl, unter dem ich als „sâle boche“ des öfteren gelitten hatte, sah ich ab jetzt hoffnungsvoll einem anderen Zukunftsbild: einem Bundesstaat Belgien, in dem unsere Identität als deutschstämmige Belgier akzeptiert, ja respektiert würde.
Heute, 50 Jahre später, blicke ich dankbar zurück
• auf die Pionierarbeit dieser beiden Journalisten und ihre Sendereihe
• und das - durch letztere sicher auch angefachte - erfolgreiche Bemühen vieler Politiker aller Parteien um die Schaffung und den stetigen Ausbau unserer Autonomie in der zweiten Hälfte unserer Zugehörigkeit zu Belgien.
Diese Dankbarkeit kommt vor allem in der dritten Theaterszene zum Ausdruck, welche im Senat am 9. Januar 2020 aufgeführt wurde.
Alfons Velz
Mürringen
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