Etwa 150 Arbeiter des Non-Profit-Sektors, hauptsächlich Mitglieder der christlichen Gewerkschaft, versammelten sich am Donnerstagmittag in der Nähe des Grabes des unbekannten Soldaten in Brüssel. Den Ort der Demo hatte die Gewerkschaft bewusst gewählt, um zu symbolisieren, dass sich die Arbeiter in den Augen der Behörden „unsichtbar“ fühlen.
Die Demonstranten forderten höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und eine qualitative Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung. „Wir fordern, dass die Versprechen, die während der Krise gemacht wurden, jetzt eingehalten werden und dass die Budgets bis zum 21. Juli freigegeben werden“, fasst der nationale Sekretär der CNE, Yves Hellendorf, zusammen: „Wir werden bis dahin weiterhin jede Woche Druck auf die Führungskräfte und Parteien ausüben, die auf föderaler Ebene verhandeln.“
Derweil hatte der Veranstaltungssektor am Donnerstag sicherlich eines der Bilder des Tages produziert, als man rund 1.000 Flightcases (schwarze Koffer, mit denen Veranstaltungstechnik transportiert wird) auf dem Expo-Gelände in Brüssel vor eine Messehalle aufstellte und somit den Eingang versperrte. Die Protestierenden, darunter viele Firmen aus der Beschallungs- und Bühnenbauer-Branche, forderten mehr Klarheit über die Zukunft ihrer Branche in Zeiten von Corona. Denn immer noch gilt: Es dürfen keine Messen, Kongresse oder Festivals sowie Konzerte stattfinden. Der Sektor selbst spricht von 80.000 Beschäftigten, die betroffen sind. Eine der Forderungen, die formuliert wurden: Events mit einigen hundert Teilnehmern sollen bereits im Sommer genehmigt werden. Und ab September, so wünscht sich der Sektor, sollten wieder Großveranstaltungen möglich sein. (mv/belga/rtbf)

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