In einem offenen Brief hatte die Vereinigung „Eupen handelt“ das Kollegium aufgefordert, die Sperrung der Hufengasse und die zusätzlichen Behindertenparkplätze aufzuheben.
Mit dem zusätzlichen Angebot an Behindertenparkplätzen wollte das Kollegium die Erreichbarkeit des Zentrums für Menschen mit einer Beeinträchtigung erleichtern. Hier soll nach einer ersten Absprache nach alternativen Möglichkeiten gesucht werden.
Was die Sperrung der Hufengasse betrifft, hatte das Kollegium nach eigenen Aussagen in Konzertation mit der Polizei diesen Entschluss gefasst, um die logistische Durchführbarkeit und die Sicherheit bestmöglich zu gewährleisten. „Dies auch im Hinblick auf eine Kontinuität der Verkehrsführung in den kommenden Wochen und einer anstehenden Baustelle“, heißt es in einer am Donnerstag versendeten Pressemitteilung, die von Bürgermeisterin Claudia Niessen (Ecolo), der zuständigen Schöffin Kattrin Jadin (PFF) und der Präsidentin der Vereinigung „Eupen handelt“, Sally de Bruecker, unterzeichnet ist. Zu jedem Moment hätten sich die Verkehrsüberlegungen des Gemeindekollegiums ausschließlich auf die Aktualität im Sommer und nicht wie behauptet auf taktische Spielchen einer neuen Verkehrsführung beschränkt.
„Auch wenn die Aussage der Schließung der Hufengasse schon Bestandteil der Dokumente der gemeinsamen Pressekonferenz waren, die allen Beteiligten vorlagen, hätte hier die Kommunikation seitens des Kollegiums rund um diesen Teilbereich des Projektes im Vorfeld noch besser verlaufen müssen“, räumen die Verantwortlichen ein.
Nach einem konstruktiven Gespräch am Mittwochabend seien sich alle Partner einig gewesen, dass das Projekt „Eupen Open Air“ Bestandteil der Aktion #Eupenhältzusammen bleibt, da auch viele Mitbürger positiv reagiert hätten und sich auf einen schönen Aufenthalt in Eupen freuten.
„Eupen handelt“ werde demnach dem Gemeindekollegium in Bezug auf den Standort der Behindertenparkplätze alternative Möglichkeiten vorschlagen.
Um die Wogen zu glätten und auf die Nervosität zahlreicher Mitbürger und Einzelhändler zu reagieren, werde außerdem ab Freitag, dem 19. Juni, auch in der Hufengasse die Möglichkeit bestehen, vor 18 Uhr werktags und vor 11 Uhr am Wochenende in die Innenstadt hinein zu fahren.
„Dies gilt vorbehaltlich der geplanten Baustelle, die zwingend zu einer Schließung in den Sommerwochen führen wird“, unterstreichen die Stadtverantwortlichen und fügen hinzu: „Damit das Projekt gelingen kann, bitten wir nach dieser Öffnung mehr denn je jeden Einzelnen darum, sich an die Verkehrsregeln bei Eupen Open Air zu halten. Nur so kann die Sicherheit aller gewährleistet bleiben und das Projekt auch gelebt werden. Für jeden Einzelnen ist und wird die aktuelle Situation eine Umstellung, wie auch die letzten Wochen uns vor viele Herausforderungen gestellt haben. Wenn #Eupenhältzusammen gelebt wird, dann ist es gemeinsam möglich auch neue Wege einzuschlagen und zu entdecken, was Eupen zu bieten hat.“ (red/mv)

Kommentare
Im Zuge der Organisation fuer eventuell mehr Behindertenparkplaetze in der Fussgaengerzone sollte auch eingebunden werden, diese Nutzung auf Grund einer "Parkkarte" intensiver zu kontrollieren! Es ist ja mittlerweile "Usus" das die meisten im Besitz befindlichen Parkausweise missbraeuchlich verwandt! Traurig fuer die wirklich Behinderten!
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