Einzelhändler kritisieren Eupens Stadtverantwortliche

<p>Die Verkehrssituation in der Eupener Hufengasse war am Dienstagmorgen nur den wenigsten Autofahrern klar.</p>
Die Verkehrssituation in der Eupener Hufengasse war am Dienstagmorgen nur den wenigsten Autofahrern klar. | Foto: privat

Anders lässt sich ein offener Brief von Sally De Bruecker, Vorsitzende der Vereinigung „Eupen handelt“, an Bürgermeisterin Claudia Niessen (Ecolo), der am Dienstagnachmittag auch dem GrenzEcho zugesandt wurde, nicht deuten.

In dem Schreiben betont Sally De Bruecker, dass sie und ihre Kollegen zwar in die Planungen mit einbezogen gewesen seien und man gemeinsam einen Kompromiss gefunden habe, der für die meisten Akteure akzeptabel war. Allerdings fühlt man sich über die Absichten der Stadtverantwortlichen nicht richtig informiert. Diesbezüglich heißt es in dem Brief: „Zu keinem Zeitpunkt wurden wir jedoch davon informiert, dass eine Ganztagssperrung der Hufengasse nicht gemeinsam besprochen, sondern von Ihnen durchgesetzt würde. Auch wenn Sie bestimmt triftige Gründe für diese Sperrung finden, finden wir es zutiefst bedauerlich, dass Sie in keinem unserer Gespräche erwähnt haben. Ebenfalls mit Erstaunen festgestellt haben wir, dass Sie die Hälfte des Parkplatzes an der Klötzerbahn in Parkplätze für Personen mit eingeschränkter Mobilität umstrukturiert haben. Selbstverständlich ist es wichtig, auch diesen Personen einen maximalen Komfort zu ermöglichen, jedoch wurde hier mit vier behindertengerechten Parkplätzen auf einer Stelle, zusätzlich zu einem bereits bestehenden, zweifellos ein wenig übertrieben. Den anliegenden Geschäften fehlen nun definitiv Stellplätze für die Kunden ohne Beeinträchtigung. Zu präzisieren bleibt, dass nach unserer Feststellung auf Grund der Terrassenausbreitungen kein Parkplatz für Personen mit eingeschränkter Mobilität in den umliegenden Straßen weggefallen ist. Diese beiden Punkte hätten von Ihnen bei den gemeinsamen Gesprächen erläutert werden müssen, da sie mit Sicherheit einen Einfluss auf das Endresultat der gemeinsam getroffenen Entscheidung gehabt hätten.“

Abschließend fordert Sally De Bruecker die Stadtverantwortlichen dazu auf, die monierten Sachverhalte „mit sofortiger Wirkung rückgängig zu machen.“ (red)

Kommentare

  • ... das nächste Eigentor...

  • Die Situation neben dem Klösterchen ist für Fußgänger unhaltbar. Deshalb bitte lieber eine 20er Zone mit Dauerblitze, statt die letzte Arterie zur Innenstadt ab zu klemmen. Allerdings sind die vielen Raser die sich von der Bergstraße, direkt über den Parkplatz den Weg zum Rathaus etc. erkämpfen, sicher nicht im Sinne der Erfinder.

  • Wie ich bereits in einem vorherigen Beitrag geschrieben habe, man kann nicht den Stadtkern sperren ohne den Verkehrsfluss anzupassen und die wegfallende Parkplätze durch andere zu ersätzen. Die Wege müssen länger werden, damit der Verkehr nicht zum Stillstand kommt, was eine Führung im Kreis um den Stadtkern erfordert. Weiter muss ein Teil der Strassen in "Zentrum" muss Einbahnstraße werden, damit die frei werden Fahrbahn in Parkplätze umgewandelt werden können. Hier hat die Neustraße ein großes Potential. Und die Kreuzung Hufengasse/Paveestrasse müssen wegen der Parkplätze und dem Krankenhaus komplett befahrbar und verbunden bleiben.

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