Verdacht: Preisabsprachen unter Sicherheitsfirmen

<p>Sicherheitsfirmen wie G4S werden verdächtigt, die Preise jahrelang künstlich hoch gehalten zu haben.</p>
Sicherheitsfirmen wie G4S werden verdächtigt, die Preise jahrelang künstlich hoch gehalten zu haben. | Foto: Photo News

Die Zeitung „De Standaard“ berichtet, dass u.a. G4S, Securitas und Seris verdächtigt werden, die Preise jahrelang künstlich hoch gehalten zu haben, indem sie Preise festsetzten und den Markt untereinander aufteilten. Véronique Thirion, Generalrechnungsprüferin der belgischen Wettbewerbsbehörde, bestätigt dies und gibt an, dass alle wichtigen Akteure in diesem (relativ kleinen) Sektor untersucht werden. „Wir halten dies für ein sehr wichtiges Dossier“, sagt sie gegenüber dem Sender VRT. Die Untersuchung begann zu Beginn der Coronakrise, aber Klarheit über Schuld oder Unschuld ist nicht sofort zu erwarten. „Derartige Ermittlungen dauern mindestens ein Jahr.

Pikantes Detail: Der neue Geschäftsführer von Bpost, Jean-Paul Van Avermaet, war zehn Jahre lang eine der führenden Persönlichkeiten im Sicherheitssektor, als Manager bei G4S und als Präsident des Berufsverbandes. Sein Name taucht daher ebenfalls in dieser Akte auf. Van Avermaet, der am am 13. Januar 2020 die Leitung von Bpost übernahm, sagt, dass er mit den Behörden zusammenarbeiten werde. Er habe vollstes Vertrauen in einen guten Ablauf der Untersuchungen..

Eine der Geschädigten in dieser Angelegenheit könnte der heutige Arbeitgeber von Van Avermaet sein, die Föderalregierung. Diese musste in den vergangenen Jahren zunehmend die Dienste von G4S in Anspruch nehmen. Sollten die illegalen Praktiken nachgewiesen werden, riskieren die Unternehmen eine Geldstrafe in Höhe von zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes. Van Avermaet drohen strafrechtliche Sanktionen. (belga)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment