Flandern: Fast ein Fünftel der Krankenpflegestudenten zweifelt an Studienwahl

<p>Krankenpfleger bekleiden sich mit Schutzkleidung vor einem Krankenzimmer auf der Intensivstation.</p>
Krankenpfleger bekleiden sich mit Schutzkleidung vor einem Krankenzimmer auf der Intensivstation. | Foto: Marcel Kusch/dpa

Die Studie der UZ Gent und des Universitätszentrums für Krankenpflege und Geburtshilfe (Universitair Centrum Verpleegkunde en Vroedkunde, UCVV) zeigt, dass Studierende in der Krankenpflege aufgrund der Coronakrise früher denn je wissen, ob sie den Beruf effektiv ausüben wollen. Während der Gesundheitskrise haben viele Studenten eine schwierige Kombination aus Fernstudium und Praktika unter besonderen Umständen erlebt. Für einen Studenten von fünf hat das Zweifel verursacht.

Mehr als 82 Prozent der befragten Studierenden sind mit ihrer Studienwahl zufrieden. Etwa 12 Prozent denken jedoch über eine Neuorientierung nach und 6 Prozent brechen ihr Studium ab.

„Die Ausbildung in der Krankenpflege beginnt am besten mit einem grundsätzlichen Interesse an diesem Beruf“, sagt Veerle Duprez von der UCVV. „Wirtschaftliche Motive oder Arbeitsplatzsicherheit reichen nicht aus. Wir stellen jetzt fest, dass Studenten mit dem letztgenannten Motiv schneller aussteigen.“

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Entwicklungspsychologie der Universität UGent durchgeführt und hat insgesamt 1.079 Krankenpflegestudenten bzw. 8 Prozent aller flämischen Krankenpflegestudenten zwischen dem 30. April und dem 20. Mai 2020 dazu befragt. (belga)

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