„Sie sollten bedenken, was er für Belgien getan hat“, sagt Prinz Laurent. „Und Sie sollten wissen, dass eine Menge Leute für ihn gearbeitet haben. Sie haben einen Missbrauch begangen. Es ist nicht so, dass Leopold II. das alles selbst gemacht hätte. Er war noch nie im Kongo. Ich sehe also überhaupt nicht, wie er die Menschen dort hätte leiden lassen können. Es ist wichtig, dass das auch mal gesagt wird.“
Für Prinz Laurent ist klar, dass die „Weißen“ in Afrika große Fehler gemacht haben. „Jedes Mal, wenn ich einen afrikanischen Häuptling oder Staatschef treffe, entschuldige ich mich für das Verhalten der Europäer zur Zeit der Kolonien. Das tue ich immer“, sagte der Prinz, der bedauert, dass die Statuen von Leopold II. zerstört werden.
Im Zuge der weltweiten Proteste gegen Rassismus werden auch die Rufe immer lauter, die die koloniale Vergangenheit der europäischen Länder thematisieren. In Belgien werden die Statuen von König Leopold II. ins Visier genommen. Der Monarch wird für den Tod von Millionen Afrikanern während der Kolonialzeit verantwortlich gemacht. Seine Standbilder sollen entfernt werden, fordern immer mehr Stimmen. (belga)

Kommentare
Ganz Recht hat er nicht aber wenn alle Statuen entfernt sind wird es noch immer Rassismus geben.
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