„Unsere Zukunft, unsere Entscheidungen“: Extinction Rebellion startet Welle der Bürgermobilisierung

<p>Eine Sit-in-Protestaktion von Extinction Rebellion am 29. Februar in Gent</p>
Eine Sit-in-Protestaktion von Extinction Rebellion am 29. Februar in Gent | Foto: belga

Extinction Rebellion lädt alle Einwohner Belgiens dazu ein, über die zu treffenden sozialen Entscheidungen nachzudenken und diese auf Pappschilder zu schreiben: in Rot auf der einen Seite für das, was aufgegeben werden muss, und in Grün auf der anderen für das, was beibehalten werden sollte.

„Ganze Sektoren unserer Wirtschaft sind direkt für die Zerstörung der Ökosysteme verantwortlich, von denen wir abhängig sind. Ist es vernünftig, sie wiederzubeleben? Welche Arten von Aktivitäten, öffentlichen Diensten und Arbeitsplätzen sollten vorrangig unterstützt werden?“, klingt es vonseiten der Aktivisten.

Ab Montag, 15. Juni, wird das Kollektiv über die sogenannten „Murs d’expression“ im öffentlichen Raum verfügen – sowohl physisch als auch digital –, um eine Debatte darüber anzuregen, wie man aus der Coronavirus-Krise herauskommt. Die „Murs d’expression“ sind Wände und Mauern im öffentlichen Raum, auf denen Menschen ihre Meinung künstlerisch und legal ausdrücken können.

Am 27. Juni lädt das Kollektiv die Menschen dazu ein, sich in die Brüsseler Fußgängerzone zu begeben, dort stehen zu bleiben und ihre Schilder zu zeigen. „Ob vor einer Bank, an der Börse oder mitten auf der Straße, diese Aktionen werden die Ströme des Status quo unterbrechen: Konsumismus, Finanzen, politische Entscheidungsmechanismen, Transport, Umweltverschmutzung, Werbung, Ausbeutung“, so Extinction Rebellion. Die Teilnehmer werden sich anschließend vor dem Finanz-Turm in Brüssel versammeln.

Bei den Aktionen werde die körperliche Distanz gewahrt, und die Aktivisten werden Masken tragen, so das Kollektiv. (belga)

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