Krisenmanagement bewertet: Experten punkten, Politiker fallen durch

<p>Premierministerin Sophie Wilmès schnitt bei der Umfrage recht gut ab.</p>
Premierministerin Sophie Wilmès schnitt bei der Umfrage recht gut ab. | Foto: belga

50 Prozent der Befragten bewerten die seit dem 14. März getroffenen Beschränkungsmaßnahmen mit „gut“, 14 Prozent finden sie „zu streng“, 35 Prozent „nicht streng genug“. Unter den niederländischsprachigen Befragten sind 80 Prozent zufrieden mit dem Virologen Steven Van Gucht, dem interföderalen Sprecher für Covid-19. Marc Van Ranst folgt mit 76 Prozent. Bei den Frankofonen schneidet Emmanuel André mit 78% besonders gut ab.

Die Politiker dagegen fallen durch, außer Premier Wilmès (MR), mit der mehr Befragte zufrieden als unzufrieden sind: 39,1 gegenüber 33,4 Prozent. Am schlechtesten schneidet Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) ab: 47 Prozent der Flamen und 80 Prozent der Frankofonen sind unzufrieden mit ihrer Arbeit. 57 Prozent der Befragten finden, dass der eine oder andere Minister hätte zurücktreten müssen.

Nur 14 Prozent halten es für eine gute Idee, dass Politiker manchmal von den Ratschlägen der Experten abweichen, und 83 Prozent hoffen, dass Politiker auch nach dieser Krise häufiger auf Experten hören. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass in naher Zukunft sogar eine Expertenregierung eingesetzt werden sollte, wenn die Politiker bei den Koalitionsverhandlungen nicht zu einer Einigung kommen. (belga)

Kommentare

  • .. wie sollte es auch anderes sein, ich und die Politiker haben keine Ahnung von Viren, Bakterien usw... aber die Virologen sprechen auch immer um den heißen Brei und damit ist auch niemand geholfen.. vielleicht haben beide Parteien besseres im Köcher wenn eine andere Pandemie auf uns zu kommt, denn diese kommt zu 100%...

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