NGOs fordern Belgien auf, die Agrarökologie zu stärken

<p>NGOs fordern Belgien auf, die Agrarökologie zu stärken</p>
Illustrationsbild: dpa

Das sei wichtig, da die industrielle Landwirtschaft, die in den letzten Jahren nicht nur in Belgien, sondern weltweit intensiv gepflegt wurde, starke negative Auswirkungen nach sich gezogen habe. Beispielhaft zu nennen seien laut „CTH“ unter anderem Wasserknappheit, Arten sterben, hohe Treibhausgasemissionen, Bodendegradation und Landraub.

Darüber hinaus habe die Zahl der Hungernden in den letzten Jahren zugenommen, und das, obwohl die aktuelle Menge an erzeugten Nahrungsmitteln ausreichen würde, um rund zehn Milliarden Menschen zu ernähren.

Um auf diese und andere Probleme aufmerksam zu machen, hat „CTH“, die aktuell 20 belgische Nichtregierungsorganisationen (kurz NGO) umfasst, am Dienstag eine neue Kampagne lanciert.

„Während weltweit ein wachsender Konsens über die Notwendigkeit besteht, die Nahrungsmittelsysteme zu reformieren, um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung zu erreichen, zeigt eine aktuelle Studie der Universität Löwen, dass Belgien im Rückstand ist“, sagt François Grenade, Sprecher der NGO Iles de Paix.

Die Agrarökologie macht nach Angaben der genannten Erhebung der Uni Löwen hierzulande „nur“ 16 Prozent aus. Nach Ansichten der „CTH“ sei das „viel zu wenig“. Die Vereinigung fordert die Politik daher dazu auf, die industrielle Landwirtschaft „gründlich zu überprüfen“ und agrarökologische Projekte gezielt zu fördern, um die sozialen und ökologischen Herausforderungen der kommenden Jahre gekonnt meistern zu können. „CTH“ zufolge müsse bis zum Jahr 2023 der derzeitige Anteil der Agrarökologie verdoppelt werden, sprich sich von 16 auf 32 Prozent erhöhen. „Unmöglich ist das nicht. Belgien ist dazu in der Lage“, heißt es vonseiten der NGOs. (belga/calü)

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