„Die Wege haben sich getrennt, der Golf hat sich verändert und kann nicht zu dem zurückkehren, was er war“, twitterte der Vize-Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Anwar Gargasch, am Freitag. Die Lösung für die Krise sei bekannt und werde mit der Zeit kommen. „Wahrscheinlich ist es das beste, (die Krise) zu ignorieren, über die Eskalation hinwegzugehen und an der Zukunft zu arbeiten“, schrieb Gargasch, ohne weitere Details zu nennen.
Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain und Ägypten hatten am 5. Juni 2017 einen Blockade über Katar verhängt und die diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Sie schlossen über Nacht ihre Grenzen und unterbrachen auch den Flugverkehr mit dem Emirat. Die Blockadestaaten warfen Katar die Unterstützung von Terror sowie zu große Nähe zum Iran vor. Sie beschuldigten das Emirat auch, sich in die inneren Angelegenheiten der Nachbarländer einzumischen. Katar wies die Vorwürfe zurück.
Das Emirat zählt wegen seiner großen Gasvorräte zu den reichsten Ländern der Welt. Die damalige Blockade hatte kurzfristig zu Versorgungsengpässen in dem Land geführt. Nicht zuletzt weil Katar der weltweit größte Exporteur von Flüssiggas ist, erholte sich die Wirtschaft jedoch. Katar ist auch Gastgeber der Fußball-WM 2022 und in Ostbelgien durch die Aspire Zone Foundation bekannt, die 2012 den ostbelgischen Fußballverein AS Eupen übernommen hat. (dpa/mv)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren