Athen will Grenzzaun am Evros-Fluss ausbauen

<p>März 2020, Griechenland, Didymoteicho: Sechs Migranten aus Togo in Afrika sitzen auf einer Straße, nachdem sie, aus der Türkei kommend, den Grenzfluss Mariza, der auch Evros heißt, durchquert hatten und von griechischen Soldaten festgenommen worden waren.</p>
März 2020, Griechenland, Didymoteicho: Sechs Migranten aus Togo in Afrika sitzen auf einer Straße, nachdem sie, aus der Türkei kommend, den Grenzfluss Mariza, der auch Evros heißt, durchquert hatten und von griechischen Soldaten festgenommen worden waren. | Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

Dendias verwies auf Äußerungen türkischer Regierungsmitglieder, wonach Tausende Migranten erneut versuchen könnten, aus der Türkei nach Griechenland und damit in die EU zu kommen.

Zur Zeit baut Athen an zahlreichen Abschnitten des Flusses (türkisch: Meric) auf einer Länge von etwa 26 Kilometern Zäune. Nach griechischen Presseberichten ist der Plan, entlang von insgesamt 208 Kilometern Hindernisse zu errichten. Im Norden gibt es bereits einen etwa zwölf Kilometer langen Zaun. An dem Fluss hatte sich im Februar eine Krise zwischen EU und Türkei entzündet. Ankara hatte damals erklärt, die Grenze zur Europäischen Union sei offen. Daraufhin machten sich Tausende Migranten auf den Weg.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warf der EU vor, die versprochenen sechs Milliarden Euro für die Versorgung der 3,6 Millionen in der Türkei lebenden Flüchtlinge aus Syrien nicht zu bezahlen. Die EU hielt entgegen, die Türkei nutze die Not von Migranten aus und schickte zusätzliche Beamte der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex. (dpa)

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