Polizisten in Anderlecht angegriffen und gefilmt

<p>Polizisten in Anderlecht angegriffen und gefilmt</p>

Während eines Einsatzes angesichts Übertretungen der Corona-Regeln seien mehrere Polizeibeamte verletzt worden. So habe einer der Beamten eine gebrochene Nase davongetragen, hieß es seitens der Gewerkschaft. Das Video des Vorfalls wurde von einem der Täter in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht und von der Polizei ihrerseits weiterverbreitet, um die Angreifer ausfindig machen zu können.

Der Bürgermeister von Anderlecht, Fabrice Cumps (PS), hat sich unterdessen zu Wort gemeldet und auf die teils schwierigen Bedingungen hingewiesen, unter denen die Polizeibeamten ihrer Arbeit nachgehen müssten. Er erinnerte daran, dass den Anweisungen der Polizeibeamten jederzeit Folge zu leisten sei.

Mehrere Ladenbesitzer in der Nähe der Chaussée de Mons, wo es zu dem Übergriff auf die Beamten gekommen ist, hatten sich jüngst bei der Polizei und den städtischen Behörden über die zunehmende Zahl von Ladendiebstählen beschwert. Der Bürgermeister wies daher die Polizei an, strengere Kontrollen in Betracht zu ziehen, um die Diebe zu identifizieren.

Anderlechter Bürgermeister

Fabrice Cumps

fordert mehr Mittel

für die Polizeidienste

vom Föderalstaat.

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur „Belga“ forderte Cumps die die Föderalregierung dazu auf, mehr Mittel für die Polizeidienste in seiner Gemeinde bereitzustellen, deren Bevölkerung seit dem Jahr 1997 um 20 Prozent gestiegen ist. „Es ist an der Föderalregierung, mehr zu tun, und die Polizeizonen angemessen zu finanzieren“, erklärte der Bürgermeister: „Die Finanzierung entspricht schon lange nicht mehr dem aktuellen Kontext.“ Aussagen, die beim ehemaligen Anderlechter Bürgermeister und jetzigen MR-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Gaëtan Van Goidsenhoven, auf wenig Gegenliebe stößt. In seinen Augen suche Cumps nach einem Sündenbock für eine verfehlte Sicherheitspolitik in Anderlecht. (belga)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment