Terrorexperte: „Extremisten versuchen, Krise für sich zu nutzen“

<p>OCAM-Chef Paul Van Tigchelt.</p>
OCAM-Chef Paul Van Tigchelt. | Foto: belga

Die Gefahr eines rechtsextremen Angriffs komme der des islamistischen Terrorismus gleich. Er äußerte sich auch besorgt über die Sabotage von Antennen im Zusammenhang mit dem Einsatz von 5G.

„Auf der einen Seite haben wir eine Abnahme der dschihadistischen Bedrohung und auf der anderen Seite eine Zunahme der Bedrohung durch die extreme Rechte“, sagte Van Tigchelt. Diese beiden Ideologien seien „lebendiger denn je“, sagte er, und soziale Medien seien für sie „entscheidend“. Van Tigchelt: „Dies ist der Raum, in dem sie sich ausdrücken.“

Im Zusammenhang mit der Coronakrise „versuchen alle Extremisten, die Gesundheitskrise im Internet für sich zu nutzen, um ihr Narrativ zu nähren, um ihre Sympathisanten zu überzeugen“, und gleichzeitig Menschen zu überzeugen, die manipulierbar seien. „Mit den Gefühlen von Angst und Isolation, die man während dieser Krise empfinden kann, könnten die Menschen schließlich immer manipulierbarer werden“, warnt der Terrorexperte.

Der OCAM-Chef sagt auch, er beobachte extreme linke und rechte Bewegungen, „die die Frage von 5G mit der Coronakrise verbinden“. Er hält es daher für „sehr beunruhigend“, dass es in Europa und Belgien zu Antennensabotagen gekommen ist. „Es richtet sich gegen die Infrastruktur, aber die ist entscheidend, um im Notfall Leben zu retten. Wir müssen weitere Zwischenfälle vermeiden“, so Van Tigchelt. (belga)

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