Die Öffnung der Grenze zu Luxemburg markiert den Beginn der schrittweisen Aufhebung der Kontrollen, die im März zur Eindämmung der Corona-Pandemie an den Übergängen zu den Nachbarländern eingeführt wurden. Zwei Monate lang waren mehr als ein Dutzend Übergänge an der deutsch-luxemburgischen Grenze gesperrt gewesen - der Verkehr war über überwachte Übergänge gelenkt worden.
Die Bürgerinnen und Bürger würden ein Europa mit Grenzen nicht mehr verstehen, betonte Maas. Ziel seie es, „dass am Schluss Europa wieder das ist, was es mal war“. Eine Einschätzung, wie lange es bis zu einer kompletten Öffnung des sogenannten Schengen-Raums ohne Grenzkontrollen dauern könnte, wollte er nicht abgeben. Das weitere Vorgehen hänge von den Fortschritten bei der Pandemiebekämpfung ab. „Sollten sich die Dinge verschlechtern, wird man möglicherweise wieder zurückrudern müssen.“
Grenzschließung hat viel Unmut provoziert
Asselborn machte deutlich, dass er die Schließung der Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg von vorneherein für falsch gehalten habe. „Das war nicht gut“, sagte er und verwies auf die 200 000 Grenzgänger zwischen Luxemburg und Deutschland. „Das hat hier sehr, sehr viel Unmut provoziert.“ Er betonte aber auch, dass man jetzt nach vorne schauen müsse. „Das ist jetzt vorüber, es hat keinen Sinn mehr, viele Worte darüber zu verlieren“, sagte er. „Wir zeigen heute, dass Schengen vom Virus nicht besiegt wurde, dass Schengen wieder zum Leben erwacht.“
Im Grenzort Schengen im Dreiländereck zwischen Luxemburg, Deutschland und Frankreich wurde 1985 das Abkommen zur Aufhebung von Grenzkontrollen in Europa unterzeichnet. Heute gehören dem sogenannten Schengen-Raum die meisten Staaten der Europäischen Union aber auch einzelne andere Länder wie die Schweiz, Island und Norwegen an. (dpa)

Kommentare
Nun lösen sich alle Begründungen unserer Grenzschließungen in Luft auf. Merken unser Politiker überhaupt noch was um uns herum passiert? (Hergenrath ist immer noch mir Ketten und Schlössern abgeriegelt)
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