Wallonische Regierung zieht gegen Skeyes vor Gericht

<p>Skeyes hat als öffentliches Unternehmen ein Monopol auf die Kontrolle des belgischen Luftraums.</p>
Skeyes hat als öffentliches Unternehmen ein Monopol auf die Kontrolle des belgischen Luftraums. | Foto: belga

Der Hintergrund ist die Streikwelle im März 2019, bei der die wallonischen Flughäfen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Skeyes, das als öffentliches Unternehmen ein Monopol auf die Kontrolle des belgischen Luftraums hat, behauptet, es sei lediglich verpflichtet, die Sicherheit des Flugverkehrs zu gewährleisten, nicht aber die Kontinuität des Dienstes.

Durch die Fluglotsenstreiks mussten am Flughafen Lüttich 411 Flüge gestrichen werden, während in Charleroi 116 Flüge annulliert wurden und 112 verspätet waren. Insgesamt 33.000 Passagiere waren davon betroffen. Die wallonische Regierung hatte damals Zwangsgeldzahlungen erwirkt, um das föderale öffentliche Unternehmen zur Durchführung der Flugsicherung zu zwingen.

Im Mai 2019 verklagte die Verwaltungsgesellschaft des Flughafens Charleroi (BSCA) Skeyes vor Gericht, um das Unternehmen zu verpflichten, die Dienstleistungen, für die es ein Monopol besitzt, zu garantieren. Die wallonische Regierung hat nun beschlossen, sich der Klage des Flughafens Charleroi anzuschließen. (belga)

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