Gerade in der jetzigen Zeit sei der Künstlerpreis ein besonderes Signal der Verbundenheit und Solidarität Ostbelgiens mit der hiesigen Künstlerszene, heißt es dazu in einer Mitteilung aus dem Kabinett von Kulturministerin Isabelle Weykmans (PFF). Die Suche nach dem Nachfolger des amtierenden Preisträgers Paul Pankert hatte bereits im März dieses Jahres begonnen.
Doch wie so vieles überschattete die Coronakrise auch den Bewerbungsaufruf der Künstler-Auszeichnung, dessen Einreichungsfrist in wenigen Tagen abgelaufen wäre. „Zurzeit konzentrieren sich all unsere Überlegungen und Bemühungen auf die Eindämmung der Pandemie und auf die Suche nach Maßnahmen und Möglichkeiten, die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Folgen für alle Sektoren einzugrenzen. In diesem Zusammenhang war es uns ein Anliegen, den auch von der Krise betroffenen Künstlern die nötige Zeit für ihre Bewerbung zu geben und die Frist zu verlängern", begründet Ministerin Isabelle Weykmans in der Mitteilung die Entscheidung. Die Auszeichnung gänzlich ausfallen zu lassen, wurde zu keinem Zeitpunkt in Betracht gezogen: „Vor allem in diesen Tagen ist es die Kunst und Kultur, die uns eine Flucht aus den Beschränkungen, einen Ausgleich und auch Ablenkung ermöglicht. Filme, Bücher, Spiele – sie alle sind eine Form der Kunstproduktion. Daher sollten wir gerade jetzt und vor allem die hiesigen Kulturproduktionen in unserer Region mit dem Förderpreis unterstützen." Projektbezogen und thematisch ausgerichtet sei die jetzige Ausschreibung, ist die PFF-Politikerin überzeugt. Interessierte Künstler aller Sparten hätten dadurch die Chance, sich ein ganz konkretes Projekt für „ihre" Zeit als Künstler Ostbelgiens zu geben und sich damit zu bewerben. Dabei müssen die Projekte das diesjährige Thema „Sprache" umreißen und auf die ein oder andere Art und Weise aufgreifen. „Wir haben uns für die Sprache als bedeutenden Teil unserer kulturellen Identität und als Ursprung der Autonomie der Deutschsprachigen Gemeinschaft entschieden. Wie die Künstler das Thema aufgreifen und interpretieren, oder welche Ausdrucksform sie dazu nutzen, bleibt ihre künstlerische Freiheit", so Weykmans.
2014 wurde die Auszeichnung erstmals vergeben und ging damals an den bildenden Künstler Romain van Wissen.
Einzelkünstler sowie Zusammenschlüsse von Künstlern aus allen Sparten der Kunst mit Wohnsitz in der Deutschsprachigen Gemeinschaft oder mit besonderem inhaltlichem Bezug zu Ostbelgien können sich bewerben. Wie in den Jahren zuvor wird eine dreiköpfige Fachjury aus allen Bewerbern den diesjährigen Preisträger auswählen. 2014 wurde die Auszeichnung erstmals vergeben und ging damals an den bildenden Künstler Romain van Wissen. 2017 wurde Paul Pankert, Musiker und Komponist, von der Jury als Preisträger auserkoren.
Das angepasste Antragsformular zur Bewerbung unter www.ostbelgienlive.be.
Weitere Infos erteilt Melanie Wirtz im Ministerium der DG; Mail: melanie.wirtz@dgov.be;
Telefon: 087/789 655

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