Belgier will mehr lokale und faire Produkte

<p>Die Präferenz der Belgier für Fairtrade-Produkte stieg um 23%.</p>
Die Präferenz der Belgier für Fairtrade-Produkte stieg um 23%. | Foto: dpa

Die Präferenz für lokale Produkte stieg während der Coronakrise um 42%, für Fairtrade-Produkte um 23%. Fast die Hälfte der Belgier (45%) sagt, dass sie nach dem Ende der Ausgangssperre mehr auf nachhaltige Lebensmittel achten will als vor der Krise.

Während des Lockdowns wurde ein starker Anstieg der Verkäufe von Fairtrade-Produkten in den Supermärkten festgestellt. Während der Kaffeeabsatz seit Beginn der Sperre um 19,8 Prozent gestiegen ist, kletterte der Verkauf von Fairtrade-Kaffee um 29,5 Prozent. Ähnliche Trends sind bei Tee und Schokolade zu beobachten. „Diese Zahlen sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Coronakrise unsere Denkweise über Lebensmittel stark beeinflusst hat“, sagt Nicolas Lambert, Direktor von Fairtrade Belgien, fort. „Eine bemerkenswerte Entwicklung, vor allem wenn man weiß, dass fast drei Viertel (71 Prozent) der Befragten aufgrund der Krise ihre Ausgaben besser unter Kontrolle halten.“

Die Umfrage zeigt auch, dass 60 Prozent sich nun der Rolle der Erzeuger und Landwirte für unsere Lebensmittel bewusster sind, und ein ähnlicher Prozentsatz sagt, dass die Krise sie dazu veranlasst hat, der Entschädigung von Landwirten, die ihre Lebensmittel anbauen, mehr Bedeutung beizumessen. Die Belgier wollen nach der Krise mehr in lokalen Supermärkten oder Lebensmittelgeschäften (23 Prozent), auf Freiluftmärkten (21 Prozent) oder sogar direkt beim Landwirt (33 Prozent) einkaufen. All dies könnte auf Kosten der konventionellen Supermärkte gehen.

Samstag, 9. Mai, ist der Welttag des fairen Handels.

Kommentare

  • ... wohl etwas früh, irgend etwas zu behaupten.... da wird nicht berücksichtigt das vielleicht nicht genügend andere Ware die Regale säumten und den Kunden gar nicht anderes übrig bleib als das zu kaufen was da war...

Kommentar verfassen

1 Comment