Jugendarbeit macht auch in der Coronakrise keine Pause

<p>Foto: Jugendbüro</p>
Foto: Jugendbüro

Jugendinformationszentren, Jugendorganisationen und die offene und mobile Jugendarbeit sind weiterhin für Jugendliche da. Allerdings muss die Jugendarbeit in dieser Zeit bevorzugt auf digitale Möglichkeiten setzen. Dies sei wichtig, auch wenn der soziale Kontakt damit nicht ersetzt werden könne. Dabei informieren die Jugendinformationszentren Infotreff und JIZ über ihre Webseiten oder soziale Netzwerke (Facebook, Instagram) und sind wie gewohnt telefonisch oder per Mail erreichbar. Beim Infotreff gibt es die Möglichkeit, per Skype-Sprechstunde oder WhatsApp Fragen zu stellen. Auch ein ständig aktualisiertes „FAQ“ rund um die aktuelle Krisensituation liefert Antworten. Infotreff und JIZ erfüllen also weiterhin ihre Kernaufgabe: Information und Beratung für Jugendliche.

Verschiedene Jugendorganisationen (KLJ, Pfadfinder und Co.) haben sich nach kurzer Zeit kleine Herausforderungen für ihre Mitglieder ausgedacht: Schnitzeljagd per App oder Bastelideen, die die Kinder und Jugendliche zu Hause mit ihren Eltern machen können. Diese Ideen sind sicherlich kein Ersatz für wiederkehrende Versammlungen, aber ein kleiner Trost für die kleinen und großen Kinder. Zudem beschäftigen sich Jugendleiter auch mit der Planung ihrer Sommerlager – in der Hoffnung, dass diese nicht auch dem Coronavirus zum Opfer fallen. Die Jugendarbeiter der offenen und mobilen Jugendarbeit stehen mit ihren Jugendlichen in täglichem Kontakt. Der Austausch erfolgt über WhatsApp, Facebook, Skype oder andere Apps. Bei Einzelfallhilfe sind Treffen unter Einhaltung der Sicherheitsabstände möglich. Dabei versuchen sie, ihren Jugendlichen auch aufzuzeigen, warum sie sich nicht treffen können und es gerade jetzt wichtig ist, dass alle zu Hause bleiben. Auch ist die momentane Situation eine Chance, um die „digitale Jugendarbeit“ auszuweiten: Wie können Jugendliche erreicht werden, die offline keinen Kontakt zur Jugendarbeit haben? Dabei werden neue Ideen ausgearbeitet und Konzepte ausgebaut. Der RDJ zeigt ebenfalls in den sozialen Netzwerken, dass er weiterhin für die Jugendlichen aktiv ist. So hat er Informationen zur Sexting-Kampagne, eine Sammlung von Notrufnummern in der DG und eine Stellungnahme zur Berücksichtigung der Jugendlichen bei der Rückkehr zurück in die Normalität veröffentlicht. Der wirkliche Wert der Jugendarbeit wird in diesem Ausnahmezustand nochmal deutlich, hieß es. (red)

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