Kgl. MV Cäcilia Oudler setzt auf Brauchtumspflege und Maiennacht

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Die Collage zeigt den Einsatz des ganzen Musikvereins. | Foto: Screenshot

Eigentlich gehört für die Musikvereine der Region die Zeit nach dem Karnevalstreiben zu den wohl aktivsten und intensivsten, gilt es doch Frühjahrskonzerte vorzubereiten oder aber das Jahresrepertoire entsprechend einzustudieren. Die aktuelle Pandemie hat diesen wichtigen Kulturträgern in Ostbelgien einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der Wonnemonat Mai ist in Oudler stets mit zwei wichtigen Brauchtümern verbunden; zum einen begrüßen die Musiker des MVO an den Eckpunkten des Ulfdörfchens den Mai, während dann Mitte des Monats der „Maikranz“ mit einem Tripp auf dem Leiterwagen durchs Dorf gebührend gefeiert wird.

Nun verbieten die Richtlinien im Zuge der Covid-19-Pandemie jegliches Zusammentreffen und gemeinsames Musizieren. Not macht bekanntlich erfinderisch, sodass sich die MVO-Mannschaft über die sozialen Medien kurzerhand zu einer „Online-Probe“ unter der Leitung von Dirigent Julian Pauels verabredete. Jeder Musiker hatte demnach die Aufgabe, seine spezielle Stimme als Audio- und Videodatei einzuspielen.

„Das war für viele absolutes Neuland, hat aber nach Umfragen Spaß gemacht“, erklärte Luka Hennen von „blocksatz.eu“, der für das Konzept und die technische Ausarbeitung verantwortlich zeichnete. So wurden die verschiedenen Tonspuren zusammengelegt, während die Videos zu einer lustigen Collage zusammengestellt wurden.

„Wir möchten unseren Freunden, Kollegen und Gönnern auf diesem Weg mitteilen, dass wir noch immer die Musik lieben und schicken ihnen somit einen musikalischen Blumenstrauß in den Mai. Haltet durch, wir gelangen auch gestärkt durch diese Krise, denn gemeinsam schaffen wir es“, bemerkte MVO-Präsident Manfred Duprez. Natürlich dürfe die Aufnahme auch genutzt werden, um als „Ständchen für die Geliebte“ geteilt zu werden. „Wir lassen uns durch dieses Virus jedenfalls nicht unterkriegen“, so der Tenor der MVO-Riege. (gh)

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