Großregion fordert Grenzöffnung

<p>Oliver Paasch bei der Videokonferenz</p>
Oliver Paasch bei der Videokonferenz | Foto: Kabinett Paasch

„Dafür muss es gelingen, einerseits den dazu exklusiv befugten belgischen Föderalstaat, andererseits aber auch die benachbarte Bundesrepublik davon zu überzeugen, die jeweiligen Ein- und Ausreisebeschränkungen zurückzunehmen“, wird Oliver Paasch in einer Mitteilung aus seinem Kabinett zitiert. „Wir wollen wieder zu unserer europäischen Lebenswirklichkeit zurückfinden.“ Die Gipfelexekutiven sprachen sich dafür aus, den freien Warenverkehr und die Freizügigkeit, die Grundlagen des Wohlstands der EU seien, wiederherzustellen. 25 Jahre nach der Gründung des Gipfels stehe die Großregion damit vor ihrer größten Herausforderung, hieß es. Es herrschte Einigkeit darüber, dass der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit in der Großregion deshalb wichtiger denn je seien. Die Grenzschließungen bedeuteten herbe Einschnitte für alle.

Als größte Pendlerregion Europas habe man ein gemeinsames Interesse daran, wieder die grenzüberschreitende Realität in der Großregion zurückzugewinnen, um langfristigen Schaden für das Zusammenleben der Bürger in den Grenzregionen zu vermeiden. Einmal mehr habe die Großregion als grenzüberschreitende Region im Herzen Europas nun die Möglichkeit, als europäisches Modell zu dienen. Neben dem gastgebenden saarländischen Ministerpräsidenten und Oliver Paasch nahmen weitere Amtskollegen aus den Partnerregionen der Großregion an der Gesprächsrunde teil. Dazu zählten u.a. Malu Dreyer (Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz), der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo (PS), Pierre-Yves Jeholet (MR, Ministerpräsident der Französischen Gemeinschaft) oder Corinne Cahen (Ministerin für die Großregion in Luxemburg). (red/sc)

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