Von Tag zu Tag melden sich mehr Menschen bei den Behörden, die wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in ihr Heimatland zurückkehren können. Aber nicht nur das neuartige Virus drängt die Politik zum Handeln, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.
Am Samstag bekannt wurde, dass das Verteidigungsministerium 37 Belgier und mehr als 60 weitere Europäer aus Mali zurückgeholt hat. Als Hauptgrund für den Rückführungsflug wurde aber nicht das Coronavirus ins Feld geführt, sondern „die Gefahr von Anschlägen“ in dem westafrikanischen Land.
Laut der Nachrichtenagentur Belga wurde hierzu zum ersten Mal ein belgisches Militärflugzeug eingesetzt. Bei früheren Rückholaktionen per Silbervogel seien bislang sonst nur Verkehrsflugzeuge eingesetzt worden.
Erst am Freitag hatte der föderale Außenminister Philippe Goffin (MR) mitgeteilt, dass bis dato 24 Flüge organisiert wurden, um gestrandete Belgier in ihre Heimat zurückzuholen.
Überall auf der Welt sitzen zurzeit Landsleute fest. Auch Ostbelgier sind betroffen, wie beispielsweise Manuel Brockhans und Katia Cremer aus Eupen. Das Pärchen befindet sich derzeit in Neuseeland. Aus eigenen Kräften können die Eupener zurzeit aber nicht den Inselstaat im südlichen Pazifik verlassen, da alle großen Transitflughäfen in Asien geschlossen sind. Philippe Goffin stellt dem Pärchen, dass mit knapp 100 anderen Belgiern das Schicksal vor Ort teilt, aber (ein wenig) Hoffnung in Aussicht. „Wir suchen gerade in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern nach einer Lösung für die in Australien und Neuseeland gestrandeten Menschen“, so der Außenminister. (belga/calü)

Kommentare
Es tut mir leid liebe Leute, aber diejenigen, die jetzt noch irgendwo festsitzten sind es selbst schuld, Und sollten die Kosten dafür selbst tragen, jeder kennt diese Situation nun seit über 2 Wochen !
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