Die aktuellen Pläne, am 15. April wieder zu trainieren und einen Monat später wieder die Meisterschaft zu starten, scheinen nicht einhaltbar zu sein. Obwohl der Ball ruht, müssen die Vereine aber weiterhin die Gehälter ihrer Angestellten und Profis zahlen. Zuletzt schickten Standard Lüttich und Zulte Waregem bereits ihren Trainerstab in die Kurzarbeit, während die Spieler des RSC Anderlecht auf Monatsgehalt verzichten – wohl nur eine Frage der Zeit, bis andere Vereine folgen und technische Arbeitslosigkeit für ihre Profis anmelden. Aber: Spieler in technischer Arbeitslosigkeit werden sich wohl kaum privat so fit halten, dass sie in kürzester Zeit wieder einsatzbereit sind. Zuletzt forderte Zulte Waregem auch aus diesem Grund, die Meisterschaft vorzeitig zu beenden.
Die meisten Vereine scheinen gewillt, zumindest den letzten Spieltag der regulären Meisterschaft (ohne Publikum) auszutragen. Dies würde zumindest für eine Abschlusstabelle sorgen. Absteiger und Teilnehmer am europäischen Wettbewerb wären somit ermittelt. Das Rückspiel um den Aufstieg zwischen OH Löwen und Beerschot würde ebenfalls zum Geisterspiel. Vorausgesetzt, OH Löwen akzeptiert diesen Nachteil, da das Hinspiel in Antwerpen vor Fans gespielt wurde.
Die Pro League denkt wohl schon einen Schritt weiter: Was passiert, wenn nicht mehr gespielt werden kann? Eine Meisterschaft mit 18 bis 20 Klubs zeichnet sich immer mehr als mögliche Lösung ab. Am Dienstag tagt die Pro League via Videokonferenz. (mn)

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