Neben der befristeten Komplettaussetzung der Tochter Austrian Airlines bis zum 28. Mai werden auch die übrigen Strecken noch weiter ausgedünnt, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Danach soll nur noch jeder zehnte geplante Fernflug stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Ursprünglich hatte das Unternehmen im Sommerflugplan rund 13.000 Flüge in der Woche geplant.
Der Dax-Konzern wird seine Rückholflüge für Urlauber fortsetzen. Inklusive Eurowings habe man am Wochenende mit mehr als 20 Flügen rund 6.000 Passagiere holen können und Vorkehrungen für weitere Evakuierungsflüge getroffen. Die Fluggesellschaften stünden dazu mit den jeweiligen Regierungen der Heimatländer in engem Austausch. „Jetzt geht es nicht mehr um wirtschaftliche Fragen, sondern um die Verantwortung, die Fluggesellschaften als Teil der kritischen Infrastruktur in ihren Heimatländern tragen“, erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.
Bei Brussels Airlines, auch eine Tochterfirma der Lufthansa-Gruppe, ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch dort alle Flüge gestrichen werden. Man bereite dort noch den nächsten Flugplan vor. „Wir betrachten alle Szenarien“, sagte eine Sprecherin. Brussels Airlines gab Ende letzter Woche bekannt, dass das Flugangebot im restlichen März um 35 Prozent und im April um 45 Prozent niedriger als normal sein werde.
Anders als bei den Passagierflügen hält die Lufthansa ihre Frachtverbindungen unverändert aufrecht. Trotz täglich sich ändernder Bedingungen und Einreisebestimmungen in den Zielländern sei es bislang gelungen, den veröffentlichten Flugplan einzuhalten, erklärte ein Sprecher der Lufthansa Cargo am Montag in Frankfurt. Eine Ausweitung des Angebots sei aktuell nicht geplant.
Eine weitere österreichische Fluggesellschaft, die Ryanair-Tochter Laudamotion, kündigte am Montag ebenfalls an, dass sie ihren Flugplan komplett streichen werde, von Dienstag, 17. März, bis zum 8. April. (dpa/belga)

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