Bürgermeister verbietet Spiel Waasland-Gent: Kein Absteiger am Sonntag?

<p>Peter Croonen, Vorsitzender der Pro League</p>
Peter Croonen, Vorsitzender der Pro League | Foto: Photo News

In gewissem Maße ist es ein Glücksfall, dass die 16 Mannschaften der höchsten Spielklasse am kommenden Sonntag (alle Spiele finden ab 18 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt) den letzten Spieltag der klassischen Meisterschaft austragen. Am Donnerstag wurde allerdings bekannt, dass der Bürgermeister von Beveren die Partie zwischen Waasland-Beveren und AA Gent verbieten will. Die Begegnung solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Sollte die Partie tatsächlich nicht stattfinden, könnte am Sonntag kein Absteiger ermittelt werden. Wie „Sporza“ meldet, will die Pro League allerdings gegen den Beschluss von Marc van de Vijver vorgehen. Das Regelwerk des Fußballverbandes, das die Partien der beiden letzten Spieltage zeitglich ausgetragen werden.

Die 1. Division ist nach Sonntag zwei Wochen spielfrei.

Noch wird der „Jupiler League“ zumindest der vorzeitige Abbruch erspart, wie es zuletzt beispielsweise im Eishockey der Fall war und nun selbst für Meisterschaften wie die deutsche Bundesliga in Erwägung gezogen wird. „Wir haben jetzt noch einen Spieltag und dann ohnehin zwei spielfreie Wochen“, erklärte Peter Croonen, Vorsitzender der Pro League gegenüber „VTM“. In der Woche vor dem (theoretischen) Start der Play-off-Runden wolle man sich wieder mit Vertretern aus Gesundheitswesen und Politik zusammensetzen, um die Lage zu evaluieren. „Dann sehen wir, was nach dem 31. März passiert. Im Moment denke ich, dass die Chance groß ist, dass diese Periode verlängert wird“, so Croonen in Bezug auf den Stopp aller Sportveranstaltungen in Flandern.

In Bezug auf die Play-off-Runden habe man noch Zeit, um in Ruhe alle Möglichkeiten abzuwägen. Im Raum stehe, so Croonen, dass die Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Ebenfalls könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht kategorisch ausschließen, dass die Meisterschaft vorzeitig beendet wird. „Das wäre sowohl aus sportlicher als auch aus finanzieller Sicht ein enormer Rückschlag für die Vereine.“ (mn)

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