Forscher der Freien Universität Brüssel erfinden Cryptowährung für überschüssige grüne Energie

<p>Auch alternative Energiequellen wie Sonnenkollektoren werden in den Energiekreislauf des Systems integriert.</p>
Auch alternative Energiequellen wie Sonnenkollektoren werden in den Energiekreislauf des Systems integriert. | Illustrationsfoto: dpa

Gutes Wetter und Sonnenschein führen zu einem Überschuss an grüner Energie, aber nach Ansicht der VUB-Forscher ermutigen die derzeitigen Fördermaßnahmen die Verbraucher nicht dazu, diese stärker zu nutzen. Außerdem hängt der Preis für grüne Energie von den Energieerzeugern ab. NRGcoin soll hier Abhilfe schaffen.

Um den Einsatz der Cryptowährung zu kontrollieren, werden sogenannte „intelligente Netze“ eingesetzt. Diese verwenden Sensoren, die an den Erzeuger- und Verbraucheranlagen installiert sind und ständig Daten über den Energiebedarf der Haushalte austauschen. Der Hauptvorteil eines solchen Systems besteht darin, dass es auch alternative Energiequellen, wie Sonnenkollektoren und Windturbinen, in den Energiekreislauf integriert.

Die Forscher haben festgelegt, dass Einzelpersonen, unabhängig vom aktuellen Energiepreis, einen NRGcoin erhalten, wenn sie grünen Strom ins Netz einspeisen, und dass dieser tatsächlich vor Ort vom Verbraucher genutzt wird. Die Bürger erhalten somit einen festen Preis für ihre Energiezuführung, während Haushalte, die ihren eigenen grünen Strom erzeugen, ein festes Einkommen erhalten. Zudem kann die neue Cryptowährung an einer Börse gegen Euros eingetauscht werden.

Obwohl dieses System auf den ersten Blick die Energieproduzenten aus dem Geschäft zu drängen scheint, gibt es auch Vorteile für sie, wie die Forscher berichten: „Sie müssen nicht mehr die Prosumer (ein Stromverbraucher, der auch Stromerzeuger ist, A. d. R.) für ihre Energie bezahlen.“ (belga/alno)

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