EU-Kommissar: EU-Länder sollten mehr für Flüchtlinge in Türkei zahlen

<p>Janez Lenarcic, EU-Kommissar für Krisenmanagement</p>
Janez Lenarcic, EU-Kommissar für Krisenmanagement | Foto: belga

„Wir können nicht einfach davonlaufen, wenn unsere jetzige Unterstützung ausläuft. Unsere Arbeit ist noch nicht erledigt“, sagte der Slowene der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitag).

Die Türkei hatte am Wochenende die Grenze zur EU für Migranten für offen erklärt – und verstößt damit gegen einen Grundpfeiler des EU-Türkei-Abkommens 2016. In diesem Rahmen hatte die EU Ankara auch sechs Milliarden Euro zur Versorgung der syrischen Flüchtlinge im Land zugesagt.

Zwei der Hilfsprogramme laufen dem Bericht zufolge in diesem und im kommenden Jahr aus. Zum einen handelt es sich um das Programm „Soziale Sicherheitsnetz in einer Notlage“, das mit 1,7 Milliarden Euro den größten Posten der 6 Milliarden Euro ausmacht. Darunter bekommen die bedürftigsten und am meisten gefährdetsten Menschen jeden Monat umgerechnet 18 Euro auf eine Kreditkarte überwiesen. Davon können sie Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs kaufen. Das Programm laufe Anfang 2021 aus. Schon im September ginge das Geld für ein Programm aus, das den Schulbesuch von mehr als 600.000 Flüchtlingskindern fördert. (dpa)

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