BVB-Trainer Favre vor Spiel gegen Frankfurt in der Klemme

<p>BVB-Trainer Lucien Favre steht unter Druck.</p>
BVB-Trainer Lucien Favre steht unter Druck. | Foto: picture alliance

„Wir müssen das unbedingt viel, viel besser machen, ja“, sagte Favre vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Freitag (20.30 Uhr). Auch aus Eigeninteresse: Die „Woche zum Vergessen“ (Sebastian Kehl) mit den Niederlagen bei Werder Bremen (2:3, DFB-Pokal) und Bayer Leverkusen (3:4, Bundesliga) nährt wieder Zweifel am Taktik-Nerd Favre, der das Problem absurder Gegentore nicht abstellen kann.

„Es wird schon kommen“, sagt Favre, die einzige Lösung „ist Arbeit, Arbeit, Arbeit“. Die Ansagen von Sportdirektor Michael Zorc aber werden deutlicher: „Wir kriegen zu viele Gegentore. Dadurch bringen wir uns oft um den Lohn unserer Arbeit. Wir haben viele Spiele gehabt, wo du das Gefühl hattest, dass du sie auch gewinnen kannst. Tore schießen wir genug.“

Gegen Mainz, in Hoffenheim, gegen Leipzig, gegen Paderborn hat der BVB Punkte geradezu verschenkt. Der neue „Wunderstürmer“ Erling Haaland kann kaum so viele Tore schießen, wie seine Mannschaft hinten kassiert: Erst der FC Augsburg auf dem zwölften Platz hat mehr Gegentore als die Dortmunder 32 hinnehmen müssen. Vorne hingegen sind 59 BVB-Tore der Ligabestwert.

Favre stehe „voll im Regen“, schrieb der kicker am Donnerstag. Allerdings sei der Job des 62-Jährigen selbst im Falle einer weiteren Niederlage am Freitag (noch) nicht in Gefahr. Die „rote Linie“, so ist zu vermuten, verläuft für die Vereinsführung zwischen Platz vier und Platz fünf, also zwischen Champions League und Europa League.

Zwei Punkte liegt der BVB in der sehr engen Tabelle noch vor dem Fünften Leverkusen, der das direkte Duell mit zwei Toren innerhalb von 82 Sekunden von 2:3 auf 4:3 drehte. „Natürlich war das enttäuschend“, sagt Favre. Was ihm mal wieder hilft: Sofort verfügbare Alternativen auf dem Trainermarkt sind rar.

Gegen Frankfurt, das zuletzt in Pokal und Bundesliga RB Leipzig schlug (3:1/2:0), muss Favre offensiv umstellen. Sowohl Julian Brandt (Außenbandanriss) als auch Marco Reus (Muskelverletzung) fehlen. Aber der Angriff ist ohnehin nicht des Trainers Problem – und es gibt ja noch Erling Haaland. (sid)

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