Keine Pyroshow mehr: Lanakener Mini-Ultras dürfen nicht mehr zünden

<p>Wird man so nicht mehr bestaunen können: Ein Mitglied der Lanaken Youth brennt am Spielfeldrand Pyrotechnik ab.</p>
Wird man so nicht mehr bestaunen können: Ein Mitglied der Lanaken Youth brennt am Spielfeldrand Pyrotechnik ab. | Foto: privat

Obwohl die Mitglieder der Lanaken Youth gerade einmal zwischen 11 und 16 Jahren alt sind, sorgen sie bei den (Heim)-Spielen des Lanaken VV, der hierzulande in der 3. Provinzklasse A herumkrebst, für mächtig Rabatz.

Die Mini-Ultras dreschen bei den Matches ihres Lieblingsteams auf Trommeln ein und brüllen in ohrenbetäubender Lautstärke Fangesänge von der Tribüne. Das ganze Szenario wird dabei immer wieder von einer (kleinen) Pyroshow umrahmt. Doch genau damit könnte in Zukunft Schluss sein. Denn wie Lanakens Vereinspräsident Wally Gerits schweren Herzens nun auf Facebook bekannt gab, soll dem Nachwuchs der Garaus gemacht werden. „Aufgrund der Medienaufmerksamkeit, die die Gruppierung erhalten hat, wurden wir sowohl vom Innenministerium (FÖD Inneres, A. d. R.), als auch vom flämischen Fußballverband (Voetbal Vlaanderen, A. d. R.) sowie von der örtlichen Polizei kontaktiert“, wird Wally Gerits in dem Post zitiert: „Und wenn wir nicht aktiv gegen den Einsatz von Pyrotechnik vorgehen, riskieren wir als Verein Geldstrafen in Höhe von bis zu 5.000 Euro sowie sportliche Sanktionen.“

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, Rauchbomben und Bengalos sind in Belgien übrigens offiziell verboten, aber nicht überall. „Das Verbot gilt nur von der 1. Division bis zur 3. Division Amateure (der fünfthöchsten Division im belgischen Fußballligasystem, A. d. R.). In den Provinzklassen ist es nicht verboten, aber auch nicht gefördert“, erklärt Stefan Van Loock, Pressesprecher des belgischen Fußballverbandes, auf Nachfrage der Tageszeitung „Het Belang van Limburg“.

Narrenfreiheit herrscht in den Provinzklassen aber nicht. Neben den Richtlinien des Verbandes gelten auf den Fußballplätzen auch Verordnungen der Gemeinden - und die untersagt in Lanaken das ganz jährliche Zünden von jeglicher Pyrotechnik. Wer dennoch ein wenig Silvesterstimmung verbreiten will, braucht eine Genehmigung. „Doch die hatten unsere Fans nicht. Deshalb wird am Sonntag, 16. Februar, zum Heimspiel gegen Calcio Genk jemand von der Lokalen Polizei vorstellig werden, um den Jugendlichen und ihren Eltern im Stadion einen Besuch abzustatten“, so Wally Gerits. (calü)

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