Die Wissenschaftler dort sprechen von einem „Fünf-Sterne-Koala-Hotel“. Denn die possierlichen Beuteltiere werden bestens versorgt: Sie bekommen ihre Lieblingsspeise Eukalyptus in rauen Mengen, Wasser und warme Decken, auf denen sie schlafen. Dort lebt jetzt Ash, ein zwei bis drei Jahre altes Weibchen. Ihr Fell ist angebrannt, ihr rechtes Auge verletzt. Neben ihr wohnt Ian, der nach dem tödlich verunglückten Piloten eines Löschflugzeuges benannt wurde. „Er ist verstört, seit wir ihn gefunden haben“, sagt die Deutsche Anna Bertuleit, die dort als freiwillige Pflegerin arbeitet. Bei den Buschbränden im Osten und Süden Australiens wurden seit September mehr als 120.000 Quadratkilometer Land zerstört, das Vierfache der Fläche Belgiens. Koalas seien besonders heftig betroffen und müssten womöglich in Teilen des Landes als „gefährdet“ eingestuft werden, sagte Umweltministerin Sussan Ley. Wie lange die 20 Koalas in ihrem „Hotel“ in Canberra bleiben, ist noch ungewiss - aber mindestens, bis sie geheilt sind.
„Fünf-Sterne-Hotel“ für gerettete Koalas in Australien

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren