Wieder Gewalt bei „Gelbwesten“-Demonstration in Paris

<p>11.01.2020, Frankreich, Paris: Polizisten und Gelbwesten-Demonstranten geraten bei einem Protest aneinander.</p>
11.01.2020, Frankreich, Paris: Polizisten und Gelbwesten-Demonstranten geraten bei einem Protest aneinander. | Foto: Francois Mori/AP/dpa

Die Pariser Polizei meldete am Samstagnachmittag mehr als 30 Festnahmen. Zu Spannungen soll es besonders am Pariser Ostbahnhof gekommen sein, berichtete der Sender Franceinfo. Mülltonnen wurden demnach in Brand gesteckt und Scheiben eingeschlagen. Die „Gelbwesten“ demonstrieren bereits seit mehr als einem Jahr gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron. Ihr Ärger richtet sich gegen die geplante Rentenreform – in den vergangenen Wochen waren immer wieder auch „Gelbwesten“ und Gewerkschaften gemeinsam auf der Straße.

Nach den wochenlangen Dauerstreiks gegen die Rentenreform könnte sich die Situation im Pariser Nahverkehr zum Wochenbeginn jedoch deutlich verbessern. „Die Chancen stehen gut, dass es am Montag wieder aufwärts geht“, sagte Laurent Djebali von der Gewerkschaft Unsa-RATP am Samstag der Zeitung „Le Parisien“. Viele Mitarbeiter müssten jetzt aber erstmal „ihre Batterien aufladen“. Man sei allerdings weiter entschlossen, den Kampf gegen die Reform fortzusetzen, warnte Djebali. Die Gewerkschaft riefen ihre Anhänger auf, sich dem nächsten Massenprotest am 24. Januar anzuschließen.

Nach Zugeständnissen der Regierung bei den Reformplänen hatte sich die Lage im Bahnverkehr vergangene Woche bereits deutlich entspannt. Die Metros vieler Linien fuhren wieder fast den ganzen Tag und nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten. Musiker der Pariser Oper gaben am Samstag wieder ein Gratiskonzert vor der Opéra Garnier. Auch sie streiken seit Wochen gegen die Reformpläne. Zahlreiche Vorstellungen waren zuletzt ausgefallen. Die Streiks und Proteste gegen die Reformpläne der Regierung halten nun schon seit mehr als sechs Wochen an. (dpa)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment