Vergeblich nach Inhalt gesucht

Sehr geehrter Herr Schröder,

auch nach mehrfachem Lesen Ihres Kommentars vom 16. Januar komme ich nicht umhin mich zu fragen, welche Aussage Sie hiermit machen wollten, denn nach Inhalt habe ich vergeblich gesucht. Was mir allerdings bitter aufgestoßen ist, ist das Ausmaß Ihrer sexistischen Anfeindungen, welche Sie unter dem Deckmantel der scheinbar neutralen Berichterstattung auch noch salonfähig machen.

Laut Ihren Aussagen suchte „die überwiegend weibliche Führungsriege der PFF demonstrativ die Nähe des smarten neuen MR-Vorsitzenden“. Das Männliche gilt demnach weiterhin als Norm und gegenüber dem Weiblichen als überlegen. Das Weibliche gilt dagegen weiterhin als untergeordnet, nachrangig und weniger wert...

Vielleicht hat sich dieses Wahrnehmungs- und Einstellungsmuster von Geschlechter-Stereotype auch unbewusst verankert. Dessen ungeachtet beeinflusst es unser Handeln, wenn wir nicht bewusst gegensteuern, denn diskriminierende Geschlechterverhältnisse schaden letztlich allen!

Es kostet Kraft, sich von einer gewohnten Umgebung zu verabschieden und sich neuen Herausforderungen zu stellen, doch ich bin der festen Überzeugung, dass auch Sie hierzu in der Lage sind.

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Kommentare

  • Man muss die politischen Überzeugung der PFF/MR nicht teilen, aber der Kernaussage von Frau Jadin kann ich nur zustimmen: Wenn sich die männliche Politikprominenz der MR mit Premierministerin Wilmès ablichten lässt, spricht Herr Schröder dann auch davon, dass diese Herren "demonstrativ die Nähe" der "smarten" Premierministerin suchen?
    Ist das Unbehagen der Männerschaft nicht vielmehr dadurch begründet, dass eine vorwiegend von Frauen geführte Partei 'uns' Männern den Spiegel vorhält, und aufzeigt, wie es ist, von jemandem "bestimmt" zu werden, der nicht das gleiche Geschlecht hat? Was ist schlecht daran, dass Frauen "an der Macht" sind? Haben 'wir' Männer so wenig "Eier", dass wir diese Vorstellung und Realität nicht ertragen oder mit unserem Ego vereinbaren können? Es kommt nicht auf das Geschlecht der Regierenden an, sondern auf ihre Qualität.

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