Filmemacher bleiben auf der Suche nach der Wahrheit

Schon vor drei Jahren bei der Premiere der Dokumentation im Landgasthof Balter in Losheim war der Saal fast zu klein. Auch jetzt ist das Interesse für „Grenzland in Flammen“ groß.

Die Karten für die Vorstellung am 16. Januar sind schon so gut wie vergriffen, sodass Veranstalter arsVitha für Sonntag, 19. Januar (19 Uhr), eine Zusatzvorstellung anbietet.

Manfred Klein und Robert Fuchs beschäftigen sich schon seit Jahren mit dem Ablauf, den Schicksalen und Schlüsselfiguren der Ardennenoffensive im belgisch-deutschen Grenzraum. Interesse an der Lokalhistorie treibt den Steuerfachmann und den Ingenieur, die beide aus dem Prümer Land stammen, bei ihren Recherchen haben. Während sie sich für den ersten Teil der Dokumentation, die nun im Kino Corso gezeigt wird, vor allem auf Fachliteratur gestützt haben, so beschäftigen sie sich im Rahmen der Recherchen für Teil 2 seit gut zwei Jahren mit den original Gefechtsberichten, Tagesmeldungen der Divisionen, mit Gerichtsakten, Verhörprotokollen und Zeugenbefragungen. „Nachdem wir vier Monate lang alle diese Dokumente der am sogenannten Malmedy Prozess Beteiligten durchgearbeitet haben, fand sich in den Bildern, die die US-Streitkräfte am 14. und 15. Januar 1945 nach der Wiedereinnahme der Straßenkreuzung bei Baugnez gemacht haben, auch mindestens ein Fahrzeug der Kommandokompanie der Operation Greif wieder“, erzählt Manfred Klein. Mit über 2.676 freiwilligen deutschen Soldaten ist das unter diesem Tarnnamen angesetzte Kommandounternehmen eines der größten in der deutschen Kriegsgeschichte.

In mehreren Kampfgruppen sollten diese Freiwilligen, unter denen sich zahlreiche spätere Doktoren, Vertreter des europäischen Adels, Unternehmer, Lehrer und sogar ein Balletttänzer befanden, getarnt als amerikanische Truppenteile in der allgemeinen Verwirrung zur Maas vordringen, um dort die Brücken für den weiteren deutschen Vormarsch zu sichern.

Bis heute gibt es keine endgültige Sicherheit über die Identität zahlreicher dieser Kommandosoldaten. Manfred Klein und Robert Fuchs sind weiterhin damit beschäftigt, Klarheit in die Ereignisse im Januar 1945 zu bringen. Dies mit Recherchen im Militärarchiv Freiburg, im Bundesarchiv, im Nationalarchiv und dem CIA-Archiv in Washington.

Über die Identität vieler Soldaten gibt es bis heute keine Klarheit.

„Die Recherche wird erschwert, da einige Dokumente als gesperrt deklariert sind“, sagt Manfred Klein. 28 ehemalige Kommandosoldaten sind bisher identifiziert. Im Herbst soll der zweite Teil von „Grenzland in Flammen veröffentlicht werden.

Grenzland in Flammen Teil 1 präsentiert in einer aufwendigen Multimediapräsentation Computersimulationen der Gefechtsverläufe im Dezember 1945, Aussagen von Zeitzeugen sowie Medienbeiträge aus nationalen und internationalen Archiven. Das alles wird kommentiert und analysiert von Manfred Klein und Robert Fuchs. Karten gibt es zum Preis von 9 Euro im Tourist Info St.Vith oder online unter www.arsvitha.be.

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Kommentare

  • Gut das Hitler den Krieg verloren hat, hat mein Vater gesagt, der zur Leibstandarte gehörte. Immerhin der Kult um Peiper ist heute relativiert in allen Punkten. Ob er für die Franzosen gearbeitet hat? Das ist mein Eindruck, Stalin weghalten, Hitler verlieren machen, Frankreich siegt.

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