Paul Marchal, der Vater der von Dutroux getöteten An, zeigte sich verständnisvoll, aber auch geschockt. "Die beiden jungen Männer haben Kontakt mit mir aufgenommen. Sie haben mir erklärt, warum sie das gemacht haben. Man darf natürlich nicht in Häuser einbrechen, aber es hat mich beeindruckt, dass die Geschichte auch bei der heutigen Jugend nicht vergessen ist“, so Marchal. „Die Jungs ließen mich wissen, dass sie geschockt waren über das, was damals passiert ist und dass sie die Geschichte sehr ergriffen hat“, erklärte Marchal.
Das jetzt mehrere junge Niederländer es den beiden nachmachten, kann Marchal ganz und gar nicht gutheißen. „Die Behörden müssen dafür sorgen, dass niemand in das Haus eindringen kann. Wenn man bedenkt, dass man einfach über eine Leiter in das Haus gelangen kann, zeugt das vor allem von Respektlosigkeit“. Die niederländische Polizei verbot die Veröffentlichung der Videoaufnahmen. Trotzdem war das Video für kurze Zeit auf Facebook zu sehen, bevor es gelöscht wurde.
Das frühere Haus von Dutroux in der Nähe von Charleroi soll bald abgerissen werden. Dort soll ein kleiner Platz mit Bänken und Blumenkästen entstehen. Paul Marchal ist damit ganz und gar nicht einverstanden. „Wir mussten von den Plänen aus der Presse erfahren. Ein Horrorhaus in einen Platz zur Besinnung umzuwandeln finde ich schockierend. Wer will denn da gemütlich auf einer Bank sitzen, wo Kinder vergewaltigt und ermordet wurden“, so Marchal. „Ich finde es schade, dass man uns nicht in die Pläne zu einer Neubestimmung des Grundstücks mit eingebunden hat. Ich hätte gerne darüber nachgedacht.“ (De Limburger/ag)

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