Wie Eupens Dechant Helmut Schmitz auf GrenzEcho-Nachfrage bestätigt, müssen Paare ab dem 1. Januar 2020 satte 200 Euro auf den Tisch legen, um vor Gott den Bund der Ehe einzugehen – das sind 40 Euro mehr als 2019.
Wirklich überraschend kommt der Anstieg aber nicht, denn in den letzten fünf Jahren hatten die Bischöfe der französischsprachigen Diözesen nicht mehr an der Preisschraube gedreht.
In den letzten zwölf Jahren wurde indes „nur“ dreimal der Preis angepasst. Während eine Trauung in den Jahren 2008 bis 2014 100 Euro kostete, lag der Preis von 2015 bis Ende 2019 bei 160 Euro.
Im Vergleich zur Hauptstadt ist eine kirchliche Trauung in der Wallonie aber noch relativ „günstig“. In Brüssel kostet die Eheschließung in einem Gotteshaus mit allem Drum und Dran nämlich seit Jahresbeginn 275 Euro.
Aber in welche Taschen wandern die zukünftig zu zahlenden 200 Euro eigentlich? In der Diözese Lüttich, wozu auch das Vikariat des deutschsprachigen Gebiets zählt, erhält beispielsweise der Organist 30 Euro für seinen Einsatz bei der Trauung. Die Summe in Höhe von 50 Euro landet indes in der Kasse des Bistums. Des Weiteren erhalten der Küster 25 Euro, der Pfarrverband 15 Euro, die Kirchenfabrik 60 Euro und der Priester, der die wohl wichtigste Rolle in der ganzen Geschichte ausübt, 20 Euro. (calü)

Kommentare
... wie überall, die die nichts tun, kassieren am meisten...
Kommentar verfassen
1 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren