„Nach fünf Jahren mit Justizminister Koen Geens hat sich nicht viel geändert“, sagt Dudal: „Von den Versprechungen wurde nicht viel erreicht, und die Probleme bleiben bestehen. Dadurch ist das Personal stark demotiviert.“
Laut Dudal wurde beispielsweise versprochen, dass die Zahl der Mitarbeiter nicht unter ein Minimum sinken würde, aber das sei nicht eingehalten worden. Dem Gewerkschafter zufolge ist es schwierig, Angestellte zu finden, „aber dann müssen Anstrengungen unternommen werden, um die Arbeit attraktiver zu machen“. Darüber hinaus wurden auch die Probleme bezüglich des Mangels an Uniformen nicht gelöst.
Es geht auch um die Einführung des Mindestdienstes, den der Minister laut CSC durchsetzen will. Die Gewerkschaften wehren sich dagegen. Momentan steht das Dossier noch zur Diskussion. Am Donnerstag ist eine neue Sitzung zu diesem Thema geplant.
„Uns fehlt einfach eine langfristige Vision für die Gefängnisse“, fasst Dudal zusammen: „Wir müssen mit kurzfristigen und vorübergehenden Lösungen aufhören.“
Für Robby De Kaey von der sozialistischen Gewerkschaft in Flandern (ACOD) ist es auch wichtig, der nächsten Föderalregierung klarzumachen, was die Probleme sind. „Wir wollen zu einer Investitionspolitik übergehen“, so der Gewerkschafter, der die Personaleinsparungen der vergangenen Legislaturperiode anprangert: „Uns fehlt es an Personal auf allen Ebenen. Dadurch resultiert, dass die Häftlinge sich während ihrer Haft nicht zum Positiven hin entwickeln und nicht als besserer Mensch aus dem Gefängnis entlassen werden.“ (belga)

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