Südliches Breitmaulnashorn im Tierpark Pairi Daiza geboren - Weiterer Nachwuchs folgt

<p>Im Tierprak Pairi Daiza gibt es seit letzter Woche süßen Neuzuwachs.</p>
Im Tierprak Pairi Daiza gibt es seit letzter Woche süßen Neuzuwachs. | Fotos: Pairi Daiza

Der kleine Neuzugang ist ein Männchen und wurde am frühen Montagmorgen des 25. Novembers geboren. Die Mutter Madiba, für die es der erste Nachwuchs ist, und ihr Baby sind wohlauf. Die Pfleger und Tierärzte von Pairi Daiza verfolgen natürlich die Entwicklung des kleinen Wunders genau, so Claire Gilissen, Pressesprecherin des Tierparks Pairi Daiza.

<p>Mutter Madiba mit ihrem Nachwuchs.</p>

Mutter Madiba mit ihrem Nachwuchs.

Eine zweite Geburt wird bis Ende dieses Jahres erwartet, denn auch Nashorndame Elie ist schwanger. Da die Trächtigkeitsdauer bei den Säugetieren zwischen 16 und 18 Monaten liegt, wird vermutet, dass das zweite Nashornbaby bald kommen soll. Es handelt sich in beiden Fällen um eine natürliche Schwangerschaft.

Gefährdete Tierart

Der Tierpark Pairi Daiza nimmt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) teil. Er leistet einen Beitrag zur Erhaltung des genetischen Erbguts der Nashörner und informiert die Parkbesucher über die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind.

Das Südliche Breitmaulnashorn entkam im 20. Jahrhundert, als es nur noch wenige hundert Individuen gab, nur knapp dem völligen Aussterben in der Wildnis. Obwohl die Anzahl in den letzten Jahrzehnten – insbesondere durch den Schutz und die Überwachung der Naturgebiete – auf rund 20.000 Exemplare (Stand 2015) gestiegen ist, werden die Säugetiere immer noch zu oft Opfer von Wilderei. In den letzten 10 Jahren wurden mehr als 7.000 Nashörner getötet, davon allein 2017 mehr als 1.000. Die Hörner der Tiere werden als Aphrodisiakum angesehen. Ein falscher Glaube, denn Nashornhörner haben die gleiche Zusammensetzung wie Haare.

Die Wilderei hat das Schicksal des Nördlichen Breitmaulnashorns (neben dem Südlichen die zweite Unterart der Breitmaulnashörner) bereits fast besiegelt. Nur noch zwei weibliche Exemplare sind übrig. Es wird auf der roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „unmittelbar vom Aussterben bedroht“ geführt.

Um die südliche Unterart, die auf dieser Liste als „potenziell gefährdet“ eingestuft wird, zu retten, seien alle Anstrengungen erforderlich. Die Geburt des Babys von Madiba und die Schwangerschaft von Elie sind daher ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, so die Pressesprecherin des Tierparks. (alno)

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