Das Rathaus sei zudem in Brand gesetzt worden, berichtete unter anderem Amnesty International. Die Polizei wiederum ging gewaltsam gegen die Demonstranten vor, dabei kam nach AI-Angaben mindestens ein Mensch ums Leben, eine unbekannte Zahl von Demonstranten wurde verletzt.
Der Stützpunkt der Monusco genannten UN-Mission sei beschädigt und die dort stationierten Friedenstruppen aus Sicherheitsgründen verlegt worden, sagte ein UN-Sprecher am Montag vor Journalisten in New York. Es handele sich um rund 700 Einsatzkräfte aus Malawi und Indien. Die Monusco rufe alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf.
Anlass der Unruhen war ein Angriff von Rebellen am Wochenende, bei dem acht Menschen getötet und neun Bewohner entführt wurden. „Im Moment sind Sicherheitskräfte und UN-Truppen absolut nicht in der Lage, die Menschen in Beni und anderen Städten des Kongos zu schützen“, sagte der stellvertretende AI-Direkter für Ostafrika, Seif Magango.
Im Osten des Kongos treiben bis zu 160 verschiedene Rebellen-Gruppen ihr Unwesen. Unter ihnen sind unter anderem auch Islamisten wie etwa die aus dem benachbarten Uganda vorstoßenden radikalen Alliierten Demokratischen Kräfte (ADF). Nach Schätzungen von Amnesty wurden allein in Beni in den vergangenen fünf Jahren mindestens 2.000 Menschen von Rebellen getötet.
Im instabilen Ost-Kongo geht es meist um die Kontrolle über Gebiete und deren Bodenschätze wie Gold oder Kobalt. (dpa)

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