Zugleich meldete die Organisation SOS Méditerranée am Freitagmittag zwei medizinische Notfälle: eine mit Zwillingen schwangere Frau und einen Mann mit Schusswunden. Diese beiden müssten sofort an Land gebracht werden, schrieb SOS Méditerranée auf Twitter.
Das Schiff, das von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben wird, hatte bei drei Rettungen zwischen Dienstag und Donnerstag insgesamt 215 Menschen an Bord genommen. „Die Ocean Viking nimmt nun Kurs nach Norden, um bei europäischen Seefahrtsbehörden die Zuweisung eines sicheren Ortes anzufordern, an dem die Geretteten an Land gehen können“, hieß es in einer Pressemitteilung. Zuvor hätten die libyschen Behörden Tripolis als sicheren Hafen angegeben. Nach dem Völkerrecht könne Libyen aber nicht als sicherer Ort gelten.
Derzeit ist auch das spanische Rettungsschiff „Open Arms“ im Mittelmeer unterwegs. Es hatte am Donnerstag 73 Migranten an Bord genommen. Die Überfahrt ist für Bootsflüchtlinge um diese Jahreszeit wegen Stürmen und Kälte besonders gefährlich. (dpa)

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