Armeeangehörige aus 20 afrikanischen Staaten würden aktuell an den Militär-Hochschulen in Russland ausgebildet, sagte Putin am Donnerstag am zweiten und letzten Tag des Gipfels in Sotschi am Schwarzen Meer. Im Interesse der Verteidigungsfähigkeit der Armeen einzelner afrikanischer Staaten gebe es zudem eine Zusammenarbeit auf militärischem und militär-technischem Gebiet, sagte er.
Russland hat nach Darstellung des Kremlchefs mit mehr als 30 afrikanischen Staaten Vereinbarungen über eine solche militärisch-technische Zusammenarbeit geschlossen. Geliefert würden Waffen und Technik. Die Entwicklung in vielen Ländern Afrikas werde durch „Terrorismus, die Verbreitung extremistischer Ideologien, durch transnationale Kriminalität und Piraterie behindert“, so Putin.
„Viele Länder haben außerdem mit den Konsequenzen des sogenannten Arabischen Frühlings zu kämpfen, in dessen Folge die Situation in ganz Nordafrika destabilisiert ist“, sagte er. Russland entsendet immer wieder auch Militärberater in afrikanische Staaten.
An dem Gipfel nahmen rund 10.000 Vertreter aus mehr als 50 Ländern Afrikas teil, darunter mehr als 40 Staats- und Regierungschefs. Das Treffen soll künftig alle drei Jahre über die Bühne gehen. Geplant ist auch eine engere Zusammenarbeit zwischen der Afrikanischen Union und der von Russland dominierten Eurasischen Wirtschaftsunion. (dpa)

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