„Ocean Viking“ nimmt 176 Migranten vor Libyen auf

<p>Die „Ocean Viking“</p>
Die „Ocean Viking“ | Foto: belga

Von einem Boot seien 74 Menschen in der Nacht zu Sonntag gerettet worden. „Obwohl sie von der gefährlichen Flucht erschöpft sind, scheinen alle Überlebenden so weit stabil.“ Von einem zweiten Schiff wurden später 102 Migranten, darunter vier Schwangere und neun Kindern, aufgenommen.

In Europa gibt es trotz Bemühungen weiter keinen Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge. Vor allem Italien und Malta dringen darauf, dass die Menschen in andere EU-Länder verteilt werden. Zivile Schiffe mit Migranten an Bord mussten daher stets länger auf dem Meer ausharren, bis sie einen Hafen anlaufen durften. Die „Ocean Viking“ wird neben SOS Méditerranée auch von Ärzte ohne Grenzen betrieben.

Italiens Innenministerin Luciana Lamorgese kündigte in einem Interview der Zeitung „Corriere della Sera“ einen Dialog mit Hilfsorganisationen an. Es solle bald ein Treffen geben; dabei solle es unter anderem um einen Verhaltenskodex für die NGOs gehen, der bereits seit 2017 besteht. Lamorgeses rechter Vorgänger Matteo Salvini hatte den Dialog mit Hilfsorganisationen ausgesetzt und sie der Schlepperei beschuldigt. (dpa)

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