Disney: „Star Wars“ mit Kevin Feige - Spider-Man zurück bei Marvel - Oscar-Kampagne für „Avengers: Endgame“ und Robert Downey Jr.

<p>„Star Wars“ und „Marvel“ gehören beide zum Konzern Disney.</p>
„Star Wars“ und „Marvel“ gehören beide zum Konzern Disney. | Fotos: Facebook

Feige gehört zu den einflussreichsten Produzenten Hollywoods. Er ist für Blockbuster wie die „Avengers“-Reihe, „Iron Man“ oder „Spider-Man“ verantwortlich. Sein Heldenepos „Avengers: Endgame“ ist seit dem Sommer 2019 der weltweit erfolgreichste Film der Kinogeschichte mit Einnahmen von rund 2,8 Milliarden Dollar (etwa 2,5 Milliarden Euro) und stieß somit James Camerons Science-Fiction-Abenteuer „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ vom Thron.

„Neue Ära“ mit neuem „Star Wars“-Projekt

Einem Medienbericht zufolge arbeitet der 46-Jährige nun, in Zusammenarbeit und Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy, an einem neuen „Star Wars“-Projekt. Man werde eine „neue Ära“ in Angriff nehmen, teilte Alan Horn von den Walt Disney Studios der Zeitschrift „The Hollywood Reporter“ mit, wie diese am Mittwoch (Ortszeit) berichtete.

<p>Marvel-Produzent Kevin Feige</p>
Marvel-Produzent Kevin Feige | Foto: dpa

Feige sei ein riesengroßer Fan der „Star Wars“-Filme, berichtet der „Hollywood Reporter“. Es sei also nicht überraschend, dass der Erfolgsproduzent bei einem solchen Projekt mitmischt. Wobei es sich genau handelt, wurde jedoch nicht bekannt gegeben.

„Star Wars“-Schöpfer George Lucas inszenierte das erste Sternenkrieger-Abenteuer von 1977 und hatte seine Firma Lucasfilm vor mehreren Jahren an Disney verkauft. Das Studio hat somit die Rechte an der Science-Fiction-Saga. Mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ rief „Lost“-Produzent J.J. Abrams 2015 eine neue Trilogie ins Leben. Im Dezember 2017 folgte der zweite Teil der Reihe von Regisseur Rian Johnson: „Star Wars: Die letzten Jedi“. Im Dezember diesen Jahres erscheint der letzte Teil mit dem Titel „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“. Wie genau es danach weitergehen soll, ist bislang nicht bekannt. Sowohl „Die letzten Jedi“-Regisseur Rian Johnson als auch die Game of Thrones-Macher D.B. Weiss und David Benioff arbeiten bereits an neuen Projekten im „Star Wars“-Universum, so ein Bericht der Filmfachzeitschrift.

<p>Offizielles Art Work zum neuen Star Wars Film „Der Aufstieg Skywalkers“</p>
Offizielles Art Work zum neuen Star Wars Film „Der Aufstieg Skywalkers“ | Foto: Facebook

Oscar-Kampagne für Marvel-Film „Avengers: Endgame“ und „Iron Man“-Darsteller Robert Downey Jr.

Vom „Star Wars“-Universum ins Marvel-Universum: Feiges Mega-Blockbuster „Avengers: Endgame“ soll für eine Oscar-Nominierung ins Rennen geschickt werden. Das wurde am Montag bekanntgegeben. Auch die diesjährigen Filme „Toy Story 4“, „Der König der Löwen“, „Aladdin“ sowie den im November startenden „Die Eiskönigin 2“ will das Maushaus für potenzielle Nominierungen einreichen. Bei „Avengers: Endgame“ wäre eine Nominierung in der Hauptkategorie „Bester Film“ vorstellbar, so das Online-Magazin FILMSTARTS.de am Montag. James Camerons Sci-Fi-Blockbuster „Avatar“, der vor dem vierten Avengers-Streifen den Rekord für das beste Einspielergebnis hielt, wurde nämlich auch einst in dieser Rubrik nominiert. Außerdem wurde auch der Marvel-Film „Black Panther“ für sieben Oscars nominiert, unter anderem für „Bester Film“ – der erste Superheldenfilm, der jemals in dieser Kategorie nominiert wurde. Drei Acadamy Awards konnte der Film einstecken: Bestes Szenenbild, Beste Kostümdesign, Beste Filmmusik.

<p>Regisseure und Brüder Anthony (l.) und Joe Russo (r.).</p>
Regisseure und Brüder Anthony (l.) und Joe Russo (r.). | Foto: Facebook

„Avengers 4“-Regisseure Anthony und Joe Russo setzen sich gleichzeitig dafür ein, dass auch der „Iron Man“-Schauspieler Robert Downey Jr. eine Nominierung für einen Goldjungen erhält. „Was er in all diesen Filmen geleistet hat, ist atemberaubend. Wenn man sich nur anschaut, was er allein in den letzten vier Marvel-Filmen geleistet hat, ist das schon phänomenal. Er verdient einen Oscar vielleicht mehr als irgendwer sonst in den vergangenen 40 Jahren, weil er die Popkultur auf so eine besondere Art und Weise beeinflusst hat“, so die Russo-Brüder gegenüber der Tageszeitung „The Washington Post“.

Das heute als „Marvel Cinematic Universe“ bekannte Filmuniversum begann vor über 10 Jahren mit dem Film „Iron Man“ (2018) mit dem 54-Jährigen in der Hauptrolle. Seinen letzten Auftritt hatte er in „Avengers: Endgame“, in dem er sich am Ende für das Wohl des Universums opferte. Es wäre übrigens nicht die erste Oscar-Nominierung für Downey Jr.: 2010 war er als Bester Nebendarsteller in „Tropic Thunder“ und 1993 für seine Hauptrolle im Streifen „Chaplin“ nominiert, ging jedoch leer aus.

<p>Robert Downey Jr. in „Avengers: Endgame“.</p>
Robert Downey Jr. in „Avengers: Endgame“. | Foto: „Avengers: Endgame“

Ob der Mega-Blockbuster „Avengers: Endgame“ und Robert Downey Jr. tatsächlich die Chance auf einen Academy Award erhalten, werden wir Anfang 2020 bei der Bekanntgabe der Nominierungen erfahren.

Spider-Man doch wieder im „Marvel Cinematic Universe“

Noch eine Überraschung aus dem Mega-Konzern: Spider-Man, gespielt von Tom Holland, darf doch im Marvel-Universum bleiben. Zwischenzeitlich sah es so aus, als müsste Marvel künftig ohne den rot-blauen Spinnenmann auskommen. Jetzt haben sich Disney und Sony Pictures doch noch geeinigt. „Ich bin begeistert, dass Spideys Reise im Marvel-Universum weitergeht“, sagte Feige in einem Statement, so „The Hollywood Reporter“ am Freitag.

<p>Spider-Man ist zurück im Marvel-Universum.</p>
Spider-Man ist zurück im Marvel-Universum. | Foto: „Spider-Man: Homecoming“

Der Deal kommt überraschend, denn im August waren Verhandlungen zwischen dem zum Disney-Konzern gehörenden Co-Produzenten Marvel und dem Filmkonzern Sony Pictures, der die Rechte für das Spider-Man-Universum vor 20 Jahren vom damals angeschlagenen Marvel-Konzern abkaufte, gescheitert. Fans ließen ihren Frust mit dem Hashtag #SaveSpiderMan auf Twitter aus und riefen dazu auf, die Entscheidung rückgängig zu machen.

Nach den riesigen Erfolgen der letzten Spider-Man-Filme „Homecoming“ (2017) und „Far From Home“ (2019) wollte Marvel einen größeren Anteil als die bis dahin abgemachten fünf Prozent, was zum offenen „Streit“ mit Sony Pictures führte.

Der neue Deal ermöglicht es Marvel und Feige, einen weiteren Film, der innerhalb des Marvel-Universums spielt, zu produzieren. Der dritte Spider-Man-Film soll im Juli 2021 in die Kinos kommen, so „The Hollywood Reporter“. (alno/dpa)

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