Arabisch im Weltall: Raumschiff bringt Verstärkung zur ISS

<p>Diese Aufnahme zeigt die Internationale Raumstation (ISS) in der Erdumlaufbahn.</p>
Diese Aufnahme zeigt die Internationale Raumstation (ISS) in der Erdumlaufbahn. | Foto: NASA/AP/dpa

Auf der Internationalen Raumstation ISS wird in den nächsten Tagen auch Arabisch gesprochen: Mit Hassa al-Mansuri ist der erste Raumfahrer der Vereinigten Arabischen Emirate für einen kurzen Aufenthalt zum Außenposten der Menschheit angekommen.

Nach einem rund sechsstündigen Flug dockte die Sojus-Kapsel an der ISS in etwa 400 Kilometern Höhe am späten Mittwochabend an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa per Kurznachrichtendienst Twitter bestätigte. Auf Bildern war zu sehen, wie die Mannschaft die neuen Crew-Mitglieder bei der Ankunft freudig umarmte. Mit an Bord der Sojus waren auch der russische Kosmonaut Oleg Skripotschka und die US-Amerikanerin Jessica Meir.

Auf der ISS arbeiten derzeit drei Amerikaner, zwei Russen und ein Italiener. Mit den Neuankömmlingen dürfte es nun enger werden im Außenposten der Menschheit. 2009 hielten sich dort allerdings auch schonmal kurzzeitig 13 Menschen auf. Al-Mansuri bleibt allerdings nur acht Tage im Weltall. Am 3. Oktober wird er mit zwei weiteren Raumfahrern wieder auf der Erde erwartet.

Für die Vereinigten Arabischen Emirate ist der Flug eine Premiere: Noch nie war einer ihrer Landsleute auf der ISS zu Gast. Bislang besuchten die ISS nach Angaben der Nasa 239 Raumfahrer aus 19 Nationen. Die meisten ISS-Aufenthalte verbuchten die USA (151 Astronauten), gefolgt von Russland mit 47 Kosmonauten. Der 35 Jahre alte Hassa al-Mansuri begann seine Karriere bei der emiratischen Luftwaffe als Pilot in F16-Kampfflugzeugen und trainierte unter anderem mit Piloten der USA und anderer Nato-Staaten. Nach 14 Jahren bei der Luftwaffe wechselte er in das Raumfahrt-Programm. Während seiner acht Tage an Bord der ISS soll er an Forschungseinsätzen teilnehmen, Experimente durchführen und seinen Kollegen auf der Erde eine Tour durch die Raumstation auf Arabisch geben.

In seinem zehn Kilogramm schweren Gepäck hat Al-Mansuri einem Bericht der emiratischen Zeitung „The National“ zufolge unter anderem die Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate sowie ein Foto von deren Gründervater, Scheich Said bin Sultan Al Nahjan. Mit dabei hat er außerdem landestypische Speisen, die den weiteren Astronauten der ISS als Teil eines Kulturaustauschs serviert werden sollen. Dazu kommen Materialien für wissenschaftliche Experimente. (dpa)

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