Nach Waffenexportstopp: FN-Herstal rüstet die belgische Armee auf

<p>Ein Blick in die Waffenfabrik FN in Herstal.</p>
Ein Blick in die Waffenfabrik FN in Herstal. | Foto: Photo News

Wie die Tageszeitung „La Meuse“ schreibt, hat das Militär insgesamt 159 „Heavy Machine Guns“ (zu Deutsch: schwere Maschinengewehre) bei dem Rüstungsbetrieb aus Herstal in Auftrag gegeben.

Der Lieferauftrag, der im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergeben wurde, dürfte den Unternehmensverantwortlichen ein (großes) Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Denn FN-Herstal darf seit 2018 keine Rüstungsgüter mehr nach Saudi-Arabien exportieren. Das Ganze ist insofern eine bittere Pille, da das Königreich bei dem Lütticher Unternehmen einer der wichtigsten Kunden war.

Die Organisation für Frieden und Demokratie (CNAPD) und die Menschenrechtsliga hatten im letzten Jahr Klage beim Staatsrat eingereicht, da die wallonische Regierung, die FN insgesamt acht Lizenzen zum Export erteilt hatte, die Frage der Menschenrechtslage auf der arabischen Halbinsel nicht hinreichend geprüft habe. Im Juni dieses Jahres hatte der Staatsrat die Lizenzen, die seit 2018 ausgesetzt worden waren, schließlich endgültig annulliert.

Wie viel Geld der neue Auftrag dem Unternehmen, das knapp 15.000 Personen beschäftigt und mehrheitlich der wallonischen Region gehört, in die Kasse spült, ist bislang nicht bekannt. „La Meuse“ spekuliert aber über einen Betrag „von mehreren 100.000 Euro“. (calü)

Kommentare

  • Wäre will dreist wenn der belgische Staat diese Waffen in Italien oder Teschien bestellt hätte.

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